Montag, 27. Januar 2014

"Es ist ja nur eine Katze" ..... #wtf

Ich weiss auch nicht... Aber heute war wieder so ein Tag, an dem ich mich frage, was mit den Menschen eigentlich los ist. Es schockt mich und regt mich immer wieder auf, wie gewisse Menschen über Tiere (genauer sogar: ihre eigenen!!) denken. Was für 'ne Moral die vertreten...
Wie der Titel schon sagt: "Es ist ja nur eine Katze". Natürlich gilt das nicht nur für Katzen, sondern für alle (Haus-)Tiere. Hund, Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Vogel, etc. Aber bei Katzen hör ich das oft (und eben die kleinen Heimtiere). Meistens werden wir in der Tierarztpraxis mit solchen Aussagen dann konfrontiert, wenn es um eine schwere Entscheidung bezüglich Behandlung geht. Klar, jedem seine freie Meinung, aber wenn ich gewisse Sprüche höre, krieg ich echt Anfälle.

Wir hatten heute nämlich so einen Fall und es ging um eine sehr teure Operation. Aber die macht man nun nicht, weil: "Es ist ja nur eine Katze". Boah, diese Aussage.... Ich find's einfach so unfair. Weil wenn das Auto einen Schaden hat und man irgendwas daran reparieren muss, kostet's auch sehr schnell sehr viel und trotzdem macht man es. Da flucht man vielleicht 3, 4 oder 5x, aber schlussendlich lässt an es doch machen. Bei einer Katze, welche übrigens ein Lebewesen ist(!), tja, da muss man schon gründlich überlegen, ob's das wert ist. "Die Katze ist ja 12 Jahre alt und da müsse man realistisch bleiben". Ist ein Zitat von heute. Wirklich wahr. Wtf...
Leute, Katzen können heute gut 20 Jahre alt werden..! 17 Jahre oder gar 18 sind keine Ausnahmen. Im Gegenteil. Die Meisten werden irgendwas um den Dreh. Klar, man kann nicht sagen, wie lange die Katze lebt, aber 12 Jahre sind doch nichts für eine Katze. Ganz ehrlich.
Wenn man an einem Auto einen Hagelschaden ausbessern lässt, gibt auch keiner die Garantie, dass man in 2 Wochen nicht in eine Leitplanke rast oder so was und trotzdem repariert man das... Boah, eh..

Nein, echt, ich finds einfach mies. Menschen, die solche Sprüche wie "Ist doch nur 'ne Katze" bringen, sollten doch besser gar keine Tiere haben.... Die wissen diese Lebewesen nicht zu schätzen. Mal so null! Vielleicht reagiere ich über oder bin einfach zu hart, weil es mich so aufregt, aber irgendwie ist's doch wahr. Wären die Tiere solcher Leute bei wem anderes, hätten sie vielleicht andere Aussichten... Dann würde die Katze von heute z.B. noch leben und müsste nicht sterben, weil die Besitzer zu geizig sind, für ein  Tier Geld auszugeben. Ich verstehs echt nicht. Klar, sehen es nicht alle gleich, aber mein Gott, auch ein Tier ist ein Lebewesen, wie wir Menschen auch..! Auch sie leiden, empfinden Freude, haben ihre Vorlieben und wollen leben. 

Ich finde, es wird auch oft ausser Acht gelassen, was der Tierarzt da eigentlich für eine Bürde trägt. Viele stellen sich vor, dass sie zum Tierarzt kommen und der einfach so, zack, eine Spritze gibt und das Tier dann einschläft. Dass der Tierarzt gerade ein Tier töten musste, wird oft ausser Acht gelassen und dann reagieren sie noch verständnislos, wenn der Tierarzt für das Tier kämpfen möchte oder es aus bestimmten Gründen nicht einschläfern will/kann. Es macht uns auch keinen Spass, im Gegenteil!
Wer ein Tier hat, sollte auch über die finanziellen Mitteln verfügen, dem Tier helfen zu können, wenn es krank oder verletzt wird. Es zerreisst mir das Herz, wenn einige Tierbesitzer so gerne helfen würden, ihnen aber das Geld dazu fehlt. Das ist so hart... Und wiederum gibt's dann diese Tierbesitzer, die eben solche Sprüche wie "Ist ja nur ein Tier" bringen.... Dann fahren sie ins nächste Tierheim und holen sich ein Neues.

Krass wie Materielles immer mehr verehrt und geschätzt wird, während die wirklich wichtigen Dinge, nämlich Lebewesen wie Menschen und Tiere einfach an Wert verlieren... So was beschäftigt mich extrem. Das Tier konnte sich nicht aussuchen, zu wem es kommt... Und wenn man es aufgenommen hat, übernimmt man auch die Verantwortung dafür! Es ist doch einfach nicht fair, wenn man es dann hängen lässt, wenn es einen am meisten braucht....

Glaubt mir, ich hab schon sehr viel Geld für meinen Kater liegen lassen. Als er einst Harnabsatzprobleme hatte, erhielten wir eine Rechnung von insgesamt fast SFr. 4000.- und wir hätten ihn zuvor fast eingeschläfert. Wieso? Weil der eine Arzt meine Eltern bearbeitete, dass wir kein schlechtes Gewissen haben bräuchten. Wir seien ja eine junge Familie und das sei ja viel Geld und bla. Toll. Ja, das mag sein, aber für uns war Charlie schon immer ein Familienmitgleid.
Mir ist klar, dass das nicht für alle gilt, aber wofür hat man denn dann Haustiere..?? Ich würde so gerne mit solchen Leuten mal diskutieren, aber in meiner Position darf ich das ja nicht.. Vielleicht erklärt's mir ja einer von euch....

Wenn man solch eine teure Behandlung oder Operation ausschlägt, garantiere ich euch, findet ihr bestimmt jemanden, der euch darin unterstützt. Ist ja nur ein Tier.. Wenn man das Geld aber investiert, findet ihr allerdings ebenfalls mit Garantie jemanden, der das unnötig findet und sagt, dass ihr spinnt. Hab's bei Charlie selbst erlebt. Da ging's eben um dieses Harnabsatzproblem (und als wir der OP zustimmten, war es nicht mal sicher, ob er überhaupt gesund werden könnte). Er war drei Wochen im Tierspital und ihr wisst nicht, wie viele Leute meine Eltern kritisierten, weil sie das machen liessen... wtf. Die Verhältnisse sind einfach total verschoben und verdreht..

Ein Tier ist ein Tier, ja, aber wir Menschen sind für sie verantwortlich...!! Die Starken sollen doch immer für die Schwachen sorgen, also sollten wir das auch tun und uns um die Tiere kümmern. Sie leiden genau so wie wir den gleichen Mist und tragen mit uns die Konsequenzen für Dinge, die wir tun und Entscheidnungen , die wir fällen.

xoxo....

Kommentare:

  1. Sowas regt mich auch auf. Leider kommen solche Kommentare immer und innerlich möchte man da einfach nur einen Baseballschläger haben und draufhaun.
    Ich sehe es so: Schau dir an, wie ein Mensch mit seinem Haustier umgeht. Genauso geht er auch mit seinen Mitmenschen um.
    Das gilt eventuell nicht für die liebenswürdig verkorksten Misanthropen, die Menschen verachten und sich nur noch um ihre Lieblinge kümmern (was ich vollkommen nachvollziehen kann), aber den Rest schon.

    Falls du es noch nicht kennst, möchte ich dir übrigens "Bob, der Streuner" empfehlen. :)

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    1. aww, Bob! Das ist doch dieser rote Kater, oder? :D Ich habs noch nicht gelesen, aber werd ich mir vielleicht wirklich zulegen!

      Ja, solche Leute nerven mich unbeschreiblich... Für sie sind Tiere austauschbar und daher zahlt man auch nicht, wenn eine grosse (und vor allem teure) Behandlung ansteht. Dann sagen sie, dass es nicht ums Geld geht, aber im Endeffekt ist genau das das Problem. Das Geld ist ihnen zu schade um es für "nur eine Katze" auszugeben.. oh mann... Hass...!

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    Nele escrevo sobre pequenas atitudes e dicas que podes seguir para te sentires melhor, e assim, seres mais feliz!
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    Ana

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    1. Olá! Obrigada pela dica! Blog lindo <3. Já sou seguidora ;)

      Tania

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