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Sonntag, 8. September 2013

24.08.2013 - Lebwohl, mein Charlie...

Ich brauchte eine Zeit um darüber schreiben zu können... Stunden meiner absoluten Verzweiflung und Ratlosigkeit.. Diese unerträgliche Ohnmacht.
Wer meinen Blog regelmässig liest, hat auch die Reihe "Pitchui's Baustellen" mitverfolgt. Dort berichtete ich ja von den sich häufenden Gebrechen, die mein Kater Charlie (aka Pitchui) hatte.
Er war mittlerweile über 17 Jahre alt und leider kam der gefürchtete Tag.. Mein wunderbarster, liebster und schönster Charlie musste gehen…


Zuletzt ging es bei "Pitchui's Baustellen" um seinen Bänderriss in der Hinterpfote. Was ich noch gar nicht erzählt hatte (weil ich das lieber erst nach meinem Urlaub bloggen wollte), war die auftretende Epilepsie.
Am Vorabend von dem Bänderriss hatte Charlie einen ziemlich hässlichen Epilepsie-Anfall. Ich lag schon im Bett, als ich plötzlich komische, "gluggsige" Geräusche vernahm. Als ich um die Ecke kam, sah ich meinen Kater seitlich liegen und heftig strampelnd vor der Küchentür. Es wäre gelogen, zu sagen, ich sei nicht in Panik geraten… Da Charlie ja eh schon hier und da "Ausfälle" im Schlaf hatte, in denen er in regelrecht komatösen Tiefschlaf viel, hatte ich extremste Angst, dass er mir aus diesem Epi-Anfall nicht mehr erwacht.. Er krampfte und zappelte noch lange in meinen Armen (Info: Charlie hatte keine Zähne mehr und vom Alter stumpfe Krallen. Daher drohte mir keine Verletzungsgefahr. Andernfalls sollte man das "in den Arm nehmen" lieber lassen!). Dann blieb er ein Zeit regungslos und mit weit offenen Augen im Arm liegen. Wollte irgendwann weg, konnte aber nicht gehen. Ich setzte ihn auf die Couch und streichelte ihn beruhigend. Man merkte ihm die Orientierungslosigkeit extrem an. Er wusste nicht, was gerade passiert war und merkte, dass was nicht gut war. Das dauerte schon so ca. 30 Minuten.
Ich blieb die ganze Nacht über bei ihm im Wohnzimmer, machte eigentlich kein Auge zu vor Sorge und auch Charlie war die ganze Nacht unruhig. Lief immer umher, ging von einem Zimmer ins andere. Knurrte sogar, was er sonst niemals machte! Ich vermute, da er sowieso schon Arthrose in den Hinterbeinen hatte, dass das Strampeln die Gelenke ziemlich strapaziert hatte und er daher nun Schmerzen hatte. Denn knurren tat er vor allem, wenn man ihm im hinteren Bereich berührte. Angegriffen hätte er nicht, aber er wollte wohl damit signalisieren, dass man das lassen soll.

Ich wollte nun schauen, ob und in welchen Abständen diese Anfälle kommen würden, da man ja sonst auch Epilepsie-Medikamente geben konnte. Am Tag darauf passierte ja das mit dem Bänderriss und zwei Wochen später der nächste Epilepsie-Anfall. Der war aber sehr kurz. Er krampfte nur 10-15 Sekunden, denn sobald ich ihn wieder im Arm hatte, legte es sich sofort. Auch die Orientierungslosigkeit war nicht so schlimm. Dennoch beobachtete ich ihn in der Nacht.
Leider wusste ich noch nicht, was in wenigen Stunden passieren würde....

Ich kam in meiner Mittagspause Heim und sah, dass Charlie hinten etwas kotverschmiert war. Da er zum Teil Schwäche in den Beinen hatte, passierte es ab und zu, dass er sich beim Koten nicht mehr oben halten konnte und fast schon draufsass. Also nahm ich ihn und setzte ihn in die Wanne. Das war er sich zwar gewohnt, aber ich dachte schon, dass ich ihm diesen Stress eigentlich lieber nicht antun würde. Leider würden wir beide aber nicht drumherumkommen. Sobald ich fertig war, nahm ich ihn hoch und merkte, dass er wohl einen Reiz im Hals hatte. Ich setzte ihn auf den Boden, damit er in Ruhe husten konnte. Das tat er, aber ich merkte irgendwie sofort, dass was nicht stimmt. Ich beugte mich runter und sah, dass er den Mund offen hatte, die Zunge raushielt und scheinbar Atemnot hatte. Ich dachte erst sofort an die Aufregung, aber ich verspürte, dass hier etwas gravierendes nicht stimmt. Meine Befürchtung, die ich aber nicht vor meiner Familie aussprechen wollte: Lungenödem (Flüssigkeit in der Lunge).
Ich rief sofort in der Praxis an, dass ich mit Charlie notfallmässig für ein Röntgenbild komme. Mittlerweile atmete er zwar nicht mehr durch den Mund, aber zeigte deutlich eine Anstrengung. Leider bestätigte das Röntgenbild nur meine Befürchtung…

(links ist vorne und diese grosse mehr oder wenig dreieckige, gräulich-weisse Fläche ist der Thorax /=Brustraum)

Die Lunge hatte nur noch einen kleinen Zipfel (oben rechts), in der keine Flüssigkeitseinlagerung war.. Der Brustraum sollte möglichst dunkel/schwarz sein (wie eben diese Ecke oben), weil Luft ja keine Strahlen absorbiert und wie man sieht, ist ja der ganze Brustraum sehr hell. Aber es war so komisch, dass er zuvor absolut keine Anzeichen zeigte, sondern erst nachdem ich ihn kurz geduscht hatte. Vielleicht hatte der Stress das Ausgelöst.. Im Endeffekt wahrscheinlich (im weitesten Sinn) "Glück" im Unglück, denn jetzt war ich ja noch da um zu handeln..

(Hier leckt er Liquid Sticks auf. Das ging immerhin noch sehr gut und mit Appetit..!)

Jedenfalls begannen wir sofort mit einer sehr hohen Dosis Dimazon-Dosis. Das ist ein Medikament, welches entwässert und somit hilft, das Wasser aus der Lunge zu bekommen. Eigentlich hätte ich diesen Nachmittag noch arbeiten sollen, aber ich war absolut nicht fähig dazu.. Ich wich Charlie nicht von der Seite. Lag bei ihm in der Box und mit der Zeit weinte ich nur noch. Er tat mir so leid und ich hatte so extreme Angst, ihn zu verlieren. Jetzt im Nachhinein erkenne ich es als düstere Vorahnung, dass wir es nicht mehr weit schaffen würden.. Aber es zeigte sogar Linderung! Charlie lag seitlich und schlief. Tiere mit Atemnot liegen immer "sternal". Das heisst, sie liegen auf dem Bauch und bleiben so. Das ist am entlastendsten für die Lunge. Seitlich würde sie sonst gedrückt werden. Somit war es eigentlich ein gutes Zeichen und schön zu sehen, dass es ihm wenigstens soweit besser ging, so dass er sich etwas erholen konnte. Er war bestimmt müde von dieser Anstrengung…


Ich nahm mit x Tierärzten Kontakt auf, in der Hoffnung, irgendwer hätte eine Idee, was ihm noch helfen könnte. Fest stand, das Lungenödem war nicht von einem Herzproblem gekommen (was eigentlich immer der erste Verdacht ist). Die Vermutung lag beim Kreislauf; genauer im Elektrolyten-Haushalt. Da war wohl irgendetwas entgleist, womit der Körper nun nicht klar kam und nicht regulieren konnte. Dimazon könnte dementsprechend auch gefährlich sein in Charlie's Fall, weil das das Kalium beeinflussen kann. Und zwar könnte es das Kalium senken, was zu einer höheren Herzfrequenz führt und wiederum mehr Wasser in die Lunge pumpt - was durch das schnellere Atmen auch nicht besser wird...
Mal davon abgesehen, dass die Wirkung vom Dimazon (also Entwässern) jetzt genau das Gegenteil von dem war, was ich bislang gemacht hatte.. Wegen seinem Nierenproblem gab ich ihm ja regelmässig subkutane (= unter die Haut) Infusionen und das Dimazon entwässert ja.. Also auf Dauer wären das sowieso Gegenspieler geworden, aber in erster Linie ging es nun darum, dem Lungenödem und der damit verbundenen Atemnot entgegenzuwirken. Die Angst, dass ich das Lungenödem durch die Infusionen bewirkt hatte, war riesig, aber alle Tierärzte beruhigten mich. Das sei eine andere Art Flüssigkeit und die Infusion wird ja vom Gewebe resorbiert und nicht in die Lunge befördert. Es war vielleicht nicht besser damit, aber das Problem kam vom Kreislauf her und hatte nichts mit den Infusionen zu tun.


Ich dokumentierte Charlie's Atmung mit dem iPhone. So konnte ich wenigstens direkt vergleichen ob die Atmung besser oder schlechter war. Auch wie oft und wie viel er urinierte, notierte ich. Das war nämlich zu erwarten wegen des Dimazons. Das Zeug musste raus..
Mein Vater kam überraschend in die Praxis und fand mich völlig verheult in meiner Verzweiflung auf. Er tröstete mich und als er nach einer Weile wieder ging, kam sogar Charlie aus der Box zur Tür. Das war für mich ein gutes Zeichen..!
Ich packte die Dimazon-Spritzen ein, die ich ihm bei Bedarf injizieren sollte und machte mich auf den Weg nach Hause. Dort wartete meine Familie schon auf Nachricht - und auf meinen Koffer.. Ich hatte noch gar nicht fertiggepackt und ich hatte nun wirklich keinen Kopf mehr dafür.. Hinzukam, dass ich schon gar nicht mehr fliegen wollte um bei Charlie zu bleiben. Ich war so ratlos.. Ich fühlte mich so hilflos und vor lauter Nervosität hyperventilierte ich sogar. Es war wirklich absolute Ohnmacht.. Ich weiss nicht, war es Angst oder das dunkle Wissen, welches ich mir nicht eingestehen wollte, dass Charlie es nicht schaffen würde..

Am Abend spritzte ich ihm Dimazon, denn er zeigte mehr Anstrengung. Nach ca. 1 Stunde beginnt die volle Stärke des Medikaments und dann geht's ihm am besten. Ich hatte eine Saugunterlage auf sein Kissen gelegt. Die Anstrengung noch auf die Couch zu springen, war zu gross und mir war das Risiko zu hoch, dass er runterfällt, wenn man ihn drauflegen würde.

Wieder verbrachte ich die Nacht im Wohnzimmer und kontrolliere regelmässig seine Atemfrequenz (bis zu 30x pro Minute ist okay. Charlie schwankte von darunter bis drüber). Während er schlief, war die Atmung tiptop, aber sobald er wach wurde, stieg die Frequenz. Ich machte kein Auge zu und als er unters Bett kroch, liess ich ihn gewähren. Vielleicht würde ihn das etwas beruhigen. Irgendwann hörte ich ihn wieder hervorkraxseln, aber er blieb vor dem Bett liegen. Das war kein gutes Zeichen... Und es war pünktlich mit dem Ende der Dimazon-Wirkung. Ich spritzte es ihm nochmals, rief dann aber den Tierarzt an.. Und das um 4 Uhr morgens.. Charlie atmete so schwer, dass er mir wirklich unendlich Leid tat. Meine Verzweiflung wurde immer grösser, weil ich sah, dass ich ihm nicht helfen konnte..
Er solle zum Röntgen und dann schaut man weiter, hiess es nun. Vielleicht würde man mit dem Dimazon in Tablettenform weitermachen. Irgendwie sagte mir das nicht zu. Was wenn es nicht besser ist? Dann wird er trotzdem eingeschläfert und dann kann man ihn aber auch jetzt schon im Beisein seiner Familie erlösen.. Ausserdem machte mir das Dimazon im Zusammenhang mit dem Kalium Sorgen.. Nach einem weiteren halbstündigen Telefonat, denn ich hatte die "dunkle Befürchtung" und leider keine Hoffnung, fiel der Entscheid, dass Charlie jetzt gehen zu lassen...
Das Problem war, dass der Auslöser dieses Lungenödems nicht vom Herz aus war, sondern vom Kreislauf. Auch dass er im Schlaf sehr ruhig atmete und im Wachzustand nicht, sprach dafür, dass es irgendetwas war, was er merkte und ihn in Aufregung versetzte. Eine Blutuntersuchung würde uns hier weiterhelfen, aber was dann...? Die Behandlung wäre sehr aufwendig. Charlie müsste intensiv gehen, an die intravenöse Infusion gehängt werden und mit heiklen Medikamenten behandelt werden, welche regelmässige Blutuntersuchungen verlangen würden.. Allerdings durfte man seine anderen Baustellen nicht vergessen. Er hatte eine starke Niereninsuffizienz, Diabetes, Muskelabbau, Arthrose, etc... Er war ein 17-jähriger Kater und all das zusammen... Wir waren in einer Sackgasse gelandet, denn egal, was wir jetzt versuchen würden, würde ihm wahrscheinlich nicht helfen und auf Dauer würde es an einem Ende kaputt machen, was wir auf der anderen Seite zu helfen versuchen.. Allein das Beispiel mit dem Entwässern, wo doch wegen der Niereninsuffizienz der Körper ohnehin schon zu wenig Flüssigkeit hat und er deshalb Infusionen erhielt.. Im Gespräch mit dem Tierarzt kristallisierte sich das heraus, was ich einfach nicht über die Lippen brachte, aber wohl schon lange wusste... Ich musste Charlie gehen lassen.. Ihn erlösen, damit er nicht all das Leid, welches ihm sonst noch bevorstand, nicht durchmachen musste... Die Wahrscheinlichkeit, dass die Atemnot grösser werde, war ziemlich hoch, da das Problem ja komplizierteren Ursprung hatte und zu ersticken hätte Charlie ganz sicher nicht verdient. Das wollte ich nicht...

Ich "schrie" zu Gott, was ich nur tun sollte und war so verzweifelt wie wohl selten zuvor. Ich wollte meinen geliebten Pitchui nicht loslassen, aber ich musste es - ihm zu Liebe.. Der Anblick tat echt weh und die Zeit, zum Flughafen zu fahren kam immer näher.. Ich fühlte mich total überfordert.
Ich rief meinen Chef an um ihn um Erlaubnis zu bitten, das Euthanasie-Mittel zu holen, denn ich wollte es selbst machen. Zu Hause.
So fuhr ich hin und holte alles, was ich brauchte, doch als ich zu Charlie trat.. Ich konnte es nicht.. Ich konnte es aus dem Grund nicht, weil ich mich nicht wohl fühlte, solang ihn kein Tierarzt untersucht hatte.. Wäre ich zum Beispiel mit der Enddiagnose von der Praxis nach Hause gekommen, hätte ich es gekonnt, aber so hätte ich ein zu schlechtes Gewissen gehabt.. Ich hoffte wohl insgeheim darauf, dass es noch irgendeinen Ausweg gab und nachdem ich über eine halbe Stunde mit mir rang, rief ich dann doch wieder den Tierarzt an und bat um Hilfe..

So musste ich meinen über alles geliebten Charlie am Samstagmorgen 24.08.2013 gehen lassen..

Die Mutter von Ilker (der Freund meiner Schwester) fuhr mich zur Praxis. Ich war nicht fahrfähig.. Er kriegte eine Beruhigungsspritze und danach das Euthanasie-Mittel. So schlief er in meinen Armen ein..
Es war irgendwie wichtig für mich und auf eine Art auch tröstend, dass ich bei ihm sein konnte.. Ich hätte diesen Wunsch nicht über einen weiteren Behandlungsversuch gestellt, aber ich sah keine Hoffnung auf Besserung. Im Gegenteil. Ich hatte die Befürchtung, dass er wenn nicht heute dann am Montag oder Dienstag oder so eingeschläfert werden müsste und wer weiss, was er bis dahin gelitten hätte. Der Ausgang der Geschichte wäre kein anderer als jetzt...

Ich hatte ihm (und mir) einst versprochen, dass ich mit ihm bis ans Ende gehe. Wie gesagt, ich hätte es mir unter anderen umständen sogar zugetraut, dass ich die "letzte Spritze" sogar selbst mache.
Wenigstens hielt ich das Versprechen bei ihm zu sein und es war ein kleiner Trost, dass ich ihn im Arm halten konnte, während er langsam einschlief.. Es kam mir so unwirklich vor, während die Atmung und der Herzschlag nachliessen und dann stoppten.. Mein wunderschönster und liebster Charlie.. Ich hielt ihn noch 10 oder 15 Minuten so im Arm. Streichelte ihn, küsste ihn. Ich kann euch den Schmerz nicht beschreiben.
Für mich ist das nicht einfach "ein Tier". Er war Teil der Familie, Teil meines Lebens. Was diese Katze für mich bedeutete, kann ich nicht in Worte fassen. Ich werde ihn in Erinnerung halten…
Ich bat Ilker sogar noch (so makaber es klingt, das ist mir bewusst..) um ein letztes Foto. Und ich muss sagen, irgendwie bin ich dankbar drum. Es half mir.. Es machte es realer und irgendwie hilft es mir abzuschliessen..

Was nun mit ihm passieren sollte, stand für mich schon lange fest: er sollte kremiert werden. Eigentlich hatte ich immer gesagt, dass ich ihn selbst ins Krematorium bringe, aber da ich nun direkt zum Flughafen musste, war das ja nicht möglich.
Vom Auto aus rief ich im Krematorium an und machte aus, dass Charlie auf Termin nach meiner Rückkehr kremiert werde. So könnte ich dann doch einen Teil meines "Plans" einhalten.
Ich muss sagen, das Ganze hilft mir ziemlich, auch wenn es für den einen oder anderen dumm klingt. Hauptsache ist, dass es für einen selbst stimmt und für mich tut es das.

Das alles war sehr hart. Es waren die schlimmsten Stunden, die ich je erlebt habe. Solche Angst vor einer Fehlentscheidung.. Angst vor dem Verlust meines Schatzes.. Das eigene Überwinden. Hilflosigkeit und Ratlosigkeit. Diese gemeine Ohnmacht. Das alles hat mich echt absolut fertig gemacht.
Da ich dann gleich weg war und nicht im gewohnten Umfeld, wusste ich zwar, was passiert war, aber dennoch realisierte ich es nicht wirklich. Dass Charlie nicht mehr da war..? Unvorstellbar. Es war so unwirklich. Das böse Erwachen erwartete mich wohl bei meiner Rückkehr. Wenn ich ihn nirgends finde.. Wenn ich seinen Futternapf in meinem Zimmer sehe, sein Schlafkissen... Ich fürchtete mich davor.

Ich habe sehr viel über dieses Thema zu schreiben. Da dieser Eintrag schon ziemlich lang ist, entschied ich mich, alles weitere zu unterteilen. Somit bleibt das der Eintrag über das, was am Freitag 23. und Samstag 24.8. passierte und folgen werden dann:

- ein sehr persönlicher Eintrag, wie es mir ergeht
- eine Art Brief an Charlie
- ... und mit der Zeit werde ich wohl noch einen Eintrag (oder vielleicht eine Serie) zu seiner Lebensgeschichte verfassen... Als eine Art Hommage an ihn. Hmm.. Jaaa, da werden wohl noch einige folgen..! Mit Fotos, etc..

Über meinen Besuch im Krematorium werde ich vielleicht auch noch schreiben. Mal sehen.

Jedenfalls... ja... Das war das, was passierte...
Ruhe in Frieden, mein wunderschönster und liebster Charlie.. und geniess den Himmel!
Ich liebe dich… für immer.

(Unser Foto vom 15. Jahrestag..).

Dienstag, 20. August 2013

Pitchui's Baustellen III.


Nun der angekündigte Post zu Charlies Pfötchen. Ich habe ja im Eintrag zuvor berichtet, dass er hinten links einen lateralen (seitlich aussen) Bänderriss im Tarsus (Sprunggelenk) hat. Das geschah wahrscheinlich, als er von meinem Bett sprang - allerdings ist das nicht eine Sache von einem Mal. Das Band war bestimmt schon diverse Male angerissen geworden und bei der krummen Landung von diesem Sprung neulich, hats das Band halt endgültig zerrissen.

Ich habe heute jedenfalls noch Fotos "am Objekt" gemacht um euch mal zu zeigen, wie so ein kaputtes Pfötchen aussehen kann - und keine Sorge, das tat ihm nicht weh..!

Hier seht ihr die rechte Pfote. Ich kann sie nur ein kleines bisschen nach innen biegen, während die linke Pfote...

... gleich einen ziemlich Knick macht. Das ist eben, weil die Bänder aussen gerissen sind und das Gelenk nun nicht mehr stabilisieren.

Hier habe ich versucht, die Unterschiede nebeneinander zu zeigen, aber war nicht so einfach. Ich finde halt auch, dass man es live viel besser sieht, als so auf Fotos... xD'

Ich denke, hier sieht man den Unterschied am besten. Die Beine sind gerade und nur die Pfoten werden nach innen leicht angetippt.

Weil wirs Charlie super-gerecht machen wollten, wurde sogar eine kleine Holztreppe gebaut, weil der Tritt auf das Stühlchen, dass zuvor eh schon dort stand, immer noch etwas hoch war. Leider will er die Treppe nicht... Da springt er ohne Rücksicht auf Verluste lieber gleich hoch, als dass er die benutzt. Also haben wir das Stühlchen wieder hingestellt. Ist besser als gar nichts..... Dieser kleine Sturkopf..!!

Montag, 19. August 2013

Charlie, der Pro! - Pfötchen röntgen...

Soo, es wird mal wieder Zeit für ein Update zu meinem Puschel Charlie.
Wie man in meinem Instagram sehen konnte, war mein Kater wiedermal beim Tierarzt. Ist ganz dumm gelaufen... Dass er Probleme mit seinen Gelenkchen hat und die Muskulatur abbaut, habe ich ja in den vorherigen Posts schon beschrieben. Damit er auf die Couch kann, haben wir ihm ja schon ein Stühlchen hingestellt und das klappt so wunderbar. Geht einfach drum, dass er sich nicht zu sehr anstrengen muss. Dann war ich leider nicht schnell genug, ihn aufzufangen bzw. aufzuhalten, von meinem Bett runtezuspringen.. Er ist wohl dumm gelandet und erstmal umgeknickt. Danach hinkte er schrecklich.. Er konnte kaum gehen und an diesem Tag ging es ihm echt elend.. Ich machte mir riesen Sorgen, weil er echt nur rumlag und wenn dann nur einige wenige Schritte machte um sich dann gleich wieder hinzulegen.
Als ich seine Hinterbeinchen abtastete, fiel mir auf, dass links das Sprunggelenk verdickt war. Allerdings konnte ich nicht sagen, ob das vielleicht schon länger war. Dass er Artrose hat, weiss ich ja und die rechte Hinterpfote knackste eh schon seit ewig, wenn man sie manipulierte. Das Gelenk fühlte sich heisser an als das andere und ich befürchtete eine Entzündung.

Somit packte ich ihn ein und nahm ihn am nächsten Tag mit in die Praxis. Dort wurde eigentlich ziemlich schnell festgestellt, was sein Problem war: Bänderriss. Seine seitlichen Bänder des Sprunggelenks waren dahin.. Ich erstmal gleich schon schockiert, weils in meinem Kopf gleich schon ratterte, was das also für Charlie bedeutete. Wir machten noch Röntgenbilder um mal genau zu sehen, wie es um das Skelett stand. Ich war echt gespannt, das Ausmass seiner Artrose zu sehen. Klingt jetzt bisschen doof, aber so wusste ich nun endlich, wie schlimm es um seine Pfötchen wirklich stand. Er steht ja vorne auch schon so krumm. Allerdings hab ich dann vor lauter Sorge um seine Bänder völlig vergeseen, die Vorderpfoten auch noch auf eine Platte unter die Strahlen zu legen. Na ja, egal. Hinten war jetzt wichtiger.

Hm.. Sein Gedanke hier war wohl ein Hashtag.. "#fml"...
Charlie kontrolliert, dass sie alles richtig einstellen, haha.

Er sitzt hier halt schon bisschen wie ein Frosch.. Armes Huuschii.. Wir mussten vier Aufnahmen machen. Einmal von oben runter (so genanntes "vd" = ventrodorsal) in Normal-/Ruheposition und einmal mit leichtem Anwinkeln (=Stresslagerung) nach innen und auch eine nach aussen, damit wir sehen konnten, wie das Gelenk sich da verhält und wie es aussieht. Als letzte Aufnahme noch seitlich. Überall nimmt man auch die zweite Pfote als Vergleich mit drauf.

Mein Charlie ist jedenfalls echt ein super Patient. Er kann zwar bisschen bocken und knurrt mal, wenn er langsam echt keine Lust mehr hat, aber er wird nie aggressiv oder so. Aber ich glaube, ich wiederhole mich.. xD (zumindest erwähnte ich das schon in vorherigen Blogeinträgen).

Pitchui ist total der "Routinier". Den kann man echt einfach so dortlassen und er bleibt. Das sah dann so ulkig aus, wie er da mit seinen so halb nach hinten gedrehten Ohren da sass und schwanzte, dass ich einfach ein Foto machen musste.

Noch mehr "Doku-Fotos", haha.

Tja, die Röntgenbilder zeigten die böse Artrose. Obwohl es rechts echt immer knackste, war das linke Gelenk viel schlimmer dran mit den Zubildungen.. Vergleicht mal die Knochen beim Gelenk. Das linke Schienbein (Tibia) hat unten beim Fuss so eine Ecke, die rauskommt, was rechts nicht vorhanden ist. Allgemein sieht das Gelenk dort bisschen gar "zu" aus. Ganz schwach sieht man die Weichteilschwellung. Auf dem Bild ist das diese kugelförmige, leichte Aufhellung rund um das Gelenk. Links sieht man es am besten bei der Zubildung. Bänder sind natürlich auf einem Röntgenbild nicht zu beurteilen.

Nun, was kann man da machen? Eine Operation kommt nicht in Frage. Er ist nicht mehr der Jüngste; würde danach ziemlich "handycapiert" sein; nicht zu vergessen, wegen seiner Niere wäre eine Narkose so wie so schlecht und überhaupt mag ich ihm solch eine Strapaze lieber ersparen. Somit bleibt mir die Schmerzbekämpfung in Kombi mit dem Entzündungshemmer. Von "Metacam" wird ja gesagt, es sei schlecht für die Niere und obwohl die Firma neulich erklärte, dass es doch nicht so schädlich sei, gebe ich Charlie trotzdem eine reduzierte Dosis (ca. 1/2 - 2/3 der eigentlichen Dosierung). Falls er nach zehn Tagen immer noch so schlecht liefe, müssten wir halt eine Schiene dran machen.

Glücklicherweise läuft er nun wieder recht gut. Schmerzmittel/Entzündungshemmer wird nun ja abgesetzt und dann mal sehen, wie es ihm ergeht.
Ich werde dann noch einen weiteren Eintrag mit paar Fotos von seinen Pfoten posten.

xoxo!

Freitag, 21. Juni 2013

Pitchui's Baustellen II.

Es reicht ja nicht, dass Pitchui's Nieren auf Selbstzerstörungsmodus gehen, nein, diese Kamikaze-Nieren bauen ja seit einiger Zeit seine Muskulatur ab und nun ganz offiziell bewirken sie auch noch eine Blutarmut. Ich war mit ihm beim Blutcheck und die Nierenwerte sind zwar schlecht, aber wenigstens etwas besser als vor einem halben Jahr. Allerdings zeigt sich nun ein Mangel an Ec (Erythrocytes = Erythrozyten = rote Blutkörperchen), sprich: Blutarmut. Dies bedeutet auch, dass die Sauerstoffversorgung im Hirn verringert ist, weil das ja die Aufgabe dieser Zellen ist und wenn zu wenig Zellen -> zu wenig Sauerstoff. Dies könnte eine Erklärung für seine Müdigkeit sein (also nicht nur altersbedingt) und viiielleicht auch mit dem nachts-Miauen im Zusammenhang stehen - sofern das nun wirklich keine Macke ist. Was ich mir jedenfalls gut vorstellen könnte, wäre dass seine komplett-Tiefschlafmomente damit zusammenhängen. Ich weiss gar nicht, ob ich es schon mal erwähnt habe, aber es kommt zwischendurch vor, dass Charlie im Schlaf richtig tief wegnickt und dann kann man an ihm rütteln und er wacht nicht auf. Als das das erste Mal passierte, war meine Schwester alleine mit ihm und kam total in Panik, weil sie dachte, er sei tot. Und ich muss gestehen, wenn man es noch nicht kennt, kriegt man echt Angst, denn es sieht ganz übel aus. Er ist dann komplett schlaff, reagiert nicht auf Rufen und nicht mal auf Rütteln. Wirklich als wäre er narkotisiert. Wie kriegt man ihn wach, fragt ihr euch nun vielleicht. Nun, am schnellsten geht es, wenn man ihn ganz auf den Arm hebt. Da verändert man seine Position total und man macht das ja meistens mit etwas Schwung, haha. Ich hab sogar ein Video von so einer Tiefschlafszene. Vielleicht lad ich das mal noch hoch oder so.. xD'
Jedenfalls, es gibt ja auch so Tiefschlafmomente, weil die Tiere nicht mehr gut hören und die dann erschrecken, wenn man sie berührt oder anstupft. Aber das ist es ja: wenn man sie berührt, wachen sie auf. Da Charlie jedoch nicht mal dann reagiert, wenn man wirklich stark an ihm rüttelt, kann es kein Problem vom Gehör sondern muss irgendwas vom Hirn aus sein. Als Diabetiker stand ja auch noch die Option offen, dass es von dieser Krankheit auskommen könnte. Gibt oft, dass Diabetiker dann ein Organ haben, welches in Mitleidenschaft gezogen wird und unter Umständen wäre das bei Charlie dann das Hirn. Was er aber auch hat, sind manchmal Zuckungen in den Vorderpfoten, was ja dann vom Nervensystem herkommt und das wiederum mit den kaputten Nieren zusammenhängen könnte. Aaargh..!! Pitchui ist eine komplette Baustelle. Denn wie gesagt, die Muskulatur wird auch abgebaut und das merkt man besonders daran, dass er schmal wird. Mein kleiner "Mischling" (Sibirische Waldkatze mit Norwegischer. Weiss gar nicht mehr, ob einer der Elternteile noch irgendwas Britisches hatte, also auch ein Mix) war schon immer ein grosser Kater und sein durchschnittliches Gewicht betrug 6 - 6,5 kg. Okay, es gab mal noch eine Phase, da war er noch schwerer und damit zu schwer, aber nie so, dass man ihn rollen müsste, haha. Mittlerweile schwanken wir immer zwischen 4,5 bis runter auf 4,2 oder gar 4,1 kg. Das ist ein ziemlicher Unterschied und verdeutlicht Krankheit(en) und Alter. Wenn wir diese Gewichtsangaben x10 rechnen, haben wir ein gutes Vergleichsbeispiel, wie es bei einem Mensch wäre, weil oft höre ich von Kunden "ach, diese 1 oder 2 Kilo..". Klar, scheint vielleicht nicht viel, aber man muss es immer auf den Körper des Patienten beziehen. 2 kg weniger an einem Bernhardiener ist nicht das Gleiche wie 2 kg weniger an einer Katze, weil das Prozentual einfach ganz anders ist. Genau wie ein Tumor von "nur" 3cm Durchmesser z.B. an einem Hamster einfach riesig ist.

Aber wir schweifen ab..! Eben, die Muskulatur nimmt ab, weshalb er dafür eine Kur von Aufbauspritzen (Anabolika) erhielt und das brachte auch etwas Besserung. Wunder sind natürlich nicht zu erwarten (und er wird auch kein Gorilla dadurch.. xD'). Nun kommt ja die neue Kur. Diesmal jedoch mit Erythropoetin, kurz "Epo" und eher bekannt als die "Modedroge" (Doping-Skandale) bei Ausdauersportler. Somit geht Charlie also nebst Bodybuilding nun auch noch unter die Radfahrer..... xD' Ne, also jetzt für die, die das nicht kennen: Epo stimuliert die Bildung der roten Blutkörperchen (beim Sport wird damit gerne geschummelt, weil es die Sauerstofftransportkapazität verbessert). Charlie zeigt eine Erhöhung der Reti (= Retikulozyten; Vorstufe der roten Blutkörperchen), was also heisst, dass er den Mangel an Ecs schon zu korrigieren versucht, aber nicht genug schafft. Mit dem Erythropoetin soll ihm dabei geholfen werden. Wir werden sehen, welche Veränderungen das mit sich bringt.

Das legendäre "Pitchui-Gesicht"!! <3 Ich liebe diesen Blick!

Zugegeben, Pitchui wäre wahrscheinlich schon längst tot, wenn er mich nicht hätte oder wenigstens jemanden, der genauso wie ich jeden "Shice" mitmacht, der sich in den Weg stellt.. Die Kosten (die nicht gerade wenig sind, muss man gestehen..) lass ich mal bei Seite, sondern beziehe mich auf den Aufwand, den das Ganze mit sich bringt. Zum Glück arbeite ich in einer Tierarztpraxis und bin daher gelernt vom Fach. Wir haben schon sehr viel miteinander durchgemacht und geschafft, aber ich bereue nichts davon und solange ich etwas für ihn tun kann, werde ich das machen. Ihm gehts sonst ja gut. Er schmust, er geniesst Sonne und Zärtlichkeiten, sucht unsere Nähe, er frisst - okay, da hat er mal bessere und mal schlechtere Tage, was auf sein Nierenproblem zurückzuführen ist, da Nierenpatienten oft ein Übelkeitsgefühl und deshalb nicht so den Appetit haben. Erhält er seine regelmässigen Infusionen und Medikamente gehts ihm gut. Alle, die nierenkranke Katzen haben, kennen ja diese Probleme und den Aufwand. Im 1. Post zu Charlies "Baustellen" hab ich ja das Nierenproblem erklärt, falls es wer nachlesen mag.

Tja, jedenfalls war das mal ein kleines Update. Anfang Monat berichtete ich ja schon von seinem Miauen und diesen Blogpost hier fing ich schon Mitte Monat an zu schreiben, aber leider kam ich nicht dazu, ihn eher fertigzustellen. Der Tag hat einfach viiiel zu wenige Stunden. Da komm ich ja zu nichts.. xD'

Dienstag, 4. Juni 2013

Wenn Katzen älter werden...

Ich jammer ja zurzeit oft bei jedem, dass ich keine Nacht mehr durchschlafen kann. Und zwar liegt das an meinem Kater Charlie. Seit ungefähr 2 Monaten kommt es vor, dass er nachts zu weinen beginnt. Also weinen, das heisst, er miau und das in 'nem jämmerlichen Ton. Er miaut ja eh seit Jahren nicht mehr oder nur wenn man ihm etwas ganz Leckeres vorbereitet und er seine Ungeduld mitteilen will (oder muss). Ansonsten macht er nur jeweils den Mund auf und wenn man ihn in dem Moment nicht ansieht, würde man gar nicht merken, dass er was sagen will.

Als das mit dem nachts Miauen das erste Mal passierte, bin ich soo erschrocken! Das klang so weinerlich und hilflos, dass ich in dem Moment dachte, irgendwas sei passiert, er habe sich verletzt, sei umgefallen und schaffts nicht mehr auf oder ist irgendwo eingeklemmt oder so. Dabei stand er einfach mitten in der Wohnung und hat gerufen. Durch meinen Beruf kenne ich ja solche Zeichen und dachte mir: "Ja gut, wird wohl ein bisschen senil". Das kommt ja bei älteren Katzen durchaus auch vor. Mittlerweile bin ich mir allerdings nicht mehr so sicher, ob das wirklich Senilität/Demenz ist. Es war mal ein Zeitchen Ruhe, dann wieder eine Zeit, in der er stets um 4 Uhr morgens miaute, dann wieder Ruhe und seit zwei Wochen oder so macht er das jeeeeede Nacht.. Und zwar gleich mehrmals.

Okay, also. Unsicher bin ich mir nun, weil mir auffiel, dass immer, wenn ich wegen seinem Jammern zu ihm kam, er eigentlich gar nicht so verloren und verwirrt da stand, sondern mich dann immer anschaute und gleich an einen Ort lockte. Sei es nun zum Balkon oder in die Küche. Früher kam Charlie ja an die Better und weckte uns, bzw. versuchte bei jedem sein Glück, wenn der Vorherige nicht wach zu kriegen war. Das machte er manchmals auch mehrmals hintereinander. Wenn ich ihm also Futter gegeben hatte und gleich wieder ins Bett ging, putzte er den Napf leer und stand dann wieder laut schnurrend neben mir und wollte, dass ich ihm das Fenster oder die Balkontür aufmachte. Nun ist er wohl dazu zu faul (und seine Faulheit hat in diversen Dingen zugenommen, aber wir wollen mal nicht so sein. Er hat ja seine Gebrechen) und statt sich die Mühe zu machen, zu jedem hinzugehen und zu betteln, ist es nun halt einfacher, mitten in der Wohnung zu sitzen und mit klänglichem Miauen gleich alle miteinander aufzuwecken. Irgendwer wird ja dann garantiert aufstehen - und das bin meistens ich. Ich kann ihn ja nicht einfach da so Gott verlassen rumweinen lassen.. Was mir auch auffällt, ist seine Pünktlichkeit (bis auf ein paar seltene Ausnahmen). Immer schön gegen 4 Uhr morgens..
Die eine Ärztin bei uns in der Praxis glaubt jedoch weiterhin, er sei wohl etwas senil, aber hm. So wie ich meinen Pitchui kenne, hab ich wirklich fast das Gefühl, es sei eine neue "Mode", die er sich angeeignet hat, weil er damit (leider) Erfolg hat. Meine Mutter erzählte mir neulich, dass er ab und zu auch so jammert, wenn sie runter in die Waschküche geht (hört man dann, weil er vor der Tür steht).
Irgendwie scheint es mir so, als fühlt er sich manchmal allein und klagt somit sein Leid in die Welt. Wie gesagt, einen besonders verwirrten Eindruck macht er mir jeweils nicht und wirkt auch nicht "weggetreten", weil das ist ja auch so ein Zeichen. Sie miauen, weil sie es einfach nicht so ganz checken und das kann ja durchaus auch phasenweise sein. Meistens nachts - deshalb ja mein ursprünglicher Verdacht. Auch dass er das nicht nur 1x sondern mehrmals in einer Nacht macht könnte dafür sprechen, dass er nicht weiss, was er will. Und dennoch.. Ich vermute wirklich, das ist seine neue Masche und bin zurzeit dabei, das herauszufinden....... xD'
.. oder zumindest versuche ich es..

Und vielleicht kriege ich irgendwann noch ein Foto davon hin, wie er jeweils duselig dasteht und wartet, bis wer kommt. xD' Aber ich hoffe auch vorallem, dass er das nicht mehr macht x__x Ich bin ja nie jemand gewesen, der das Bett nachts verlässt. Nicht mal aufs Klo muss ich.. Ich schlafe meistens super durch. Daher kann ich mich nicht erinnern, wann ich jemals so oft aufstehen musste und das mehrere Nächte hintereinander.. xD'

Piiitchuiiiiii, komm doch einfach zu mir ins Bett und lass mich schlafen..!! >o<' xD'