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Montag, 15. Dezember 2014

Ich vermisse mein Puschel-Gesicht...! T-T'' buhuu..


#ohnepitchuiistallesdoof.

Wie ich in meinem "50 facts about me" schon erzählte, ist die Aussage dieses Satzes (Post-Titel) nichts neues mehr bei mir. Ich bin super schlecht darin, aus meiner Sehnsucht nach Charlie ein Geheimnis zu machen. Im Gegenteil, ich geh allen auf die Nerven damit. Und nun auch wiedermal euch.. xD Ohne ihn is' das Leben halt doof .______. <'3


Bald ist es ja wieder soweit mit der alljährlichen-Bloggerpflicht, der Review zum Jahresende. Bei einigen Bloggern habe ich sie schon gesehen. Mal sehen ob ich überhaupt dazu komme, da ich aktuell sehr auf der Arbeit eingespannt bin und mir noch gar keine wirklichen Gedanken gemacht habe - ja, ja, Reallife....
Ausserdem hab ich ja eh damals versprochen, diverse Posts rund um Charlie zu bloggen. Geschichte, Fotos, Memoiren, etc. Das werd ich auch noch, aber dafür brauch ich echt mal wieder richtig Zeit und Luft.
Vielleicht über die Festtage?
Hm.
Zurzeit habe ich ja wieder ultra viele Ideen von Projekten, die ich umsetzen will. Ich weiss gar nicht, wie ich das schaffen soll, bei so wenigen Stunden am Tag -.-' Schenkt mit Zeit zu Weihnachten!! Q__Q

Btw, Weihnachten.. Macht ihr eigentlich noch Wunschlisten? o__O
Ich hatte ja geplant, ein paar meiner Wünsche zu bloggen, aber Dezember kam und verging so schnell, wir sind ja bereits schon in der Mitte des Monats angelangt.. xD' Übrigens gibt es auch ein DIY-Video zu Weihnachten, aber da die Zeit diesmal etwas knapp war und ich noch nich fertig/zufrieden bin, hab ich es nicht fertig gemacht. Dennoch möchte ich sagen: freut euch halt auf nächstes Jahr...! xD'

Ah und mein grösster Wunsch wäre es, Charlie zurückzuhaben... .___.


xoxo, Pishuiiih!

Sonntag, 24. August 2014

1 year later...



Nun ist's schon 1 Jahr her..  Heute vor einem Jahr musste ich Charlie einschläfern lassen. Irgendwie kommt's mir wie einge Ewigkeit vor und doch ist's so, als sei es gerade erst passiert. Fazit: ohne Charlie ist alles kacke... -.- Es fehlt einfach immer was. Ich vermisse ihn sehr....
Wie gerne würde ich ihn jetzt streicheln. Oder massieren! Er liebte es, wenn man ihm die Schultern massierte. Kein Scherz, er liebte das wirklich! Ich hör mir oft die Aufnehme von seinem Schnurren. Es wirkt immer noch so schön beruhigend. Vermisse das total.

Wenn man all die Fotos durchklickt, sieht man schon, wie alt er eigentlich geworden ist. Gibt ja so vieles, was er früher machte und nun gegen den Schluss gar nicht mehr zu denken war. Er hatte einfach viele Baustellen...
Es ist aber extrem erleichternd, merke ich, wenn man - obwohl es das Schwerste ever war.. - das Gefühl hat und wirklich sagen kann, dass es das Richtige war. Ich frage mich ja heute noch: "was wäre wenn..", etc. Und hätte man was anderes machen können und x solche Dinge. Ich hab auch mit diversen Tierärzten drüber geredet. Hab's wohl noch nicht so überwunden oder so.. keine Ahnung.

Mein Pitchui fehlt einfach. Ich bin mit diesem Kerlchen aufgewachsen....

Ich werde oft gefragt, warum ich mir keine neue Katze zutue. Na ja, zum Einen.. Charlie war halt mein persönliches Ultimatum. Reicht mir. Das also der emotionale Grund. Und zum Anderen sind "vernünftige Aspekte" meine Begründung. Ich arbeite sooo viel, bin kaum zu Hause. Wäre dem Tierchen gegenüber nicht fair. Aber in meinen Gedanken ist Charlie ja immer präsent.
Stell mir oft vor, was er wohl in gewissen Situationen machen würde. Ich kenne ihn ja so gut, dass ich mir das ziemlich genau vorstellen kann. Oder wenn ich etwas esse, was er mochte, denke ich oft an ihn. Dass er wohl neben mir sitzen würde und grosse Kugelaugen machen würde, Schnurrbart nach vorne, schmatzen und unruhig aufm Hintern auf- und hinsetzen. Und dabei immer bisschen näher rücke xD Evtl. sogar mit dem Pfötchen anstupsen. Hach, mein Pitchui...

Ich träume auch manchmal von ihm. Ist dann schön, weil man sich dann jeweils so schön nahe fühlt.
Vielleicht erinnert ihr euch, dass ich eine Illu zu ihm angefangen hatte. Charlie ist eigentlich soweit fertig. Nun würde eigentlich noch der Rest des Bildes fehlen, aber sobald ich meinen Pitchui fertig hatte, verlor ich den Elan, ehrlich gesagt. Es tat aber gut, ihn so zu malen. Hab mich richtig mit ihm (seinem Fell) auseinandergesetzt und so und keine Ahnung. Half irgendwie beim Verarbeiten..? Na ja..
Dennoch fehlt er mir oft. Er war halt so meine Stütze. Bei ihm holte ich oft Trost - auch wenn er keine aufmunterden Worte sprechen konnte, haha.

Pitchui, du bist nach wie vor der Tollste.... ich liebe dich und vermisse dich sooo unbeschreiblich.

Irgendwie fehlen mir einfach die Worte.. Hab zwar extra bis abends gewartet, damit ich mir genug lange Gedanken machen kann und so, aber irgendwie ist's nicht besser als heute Morgen. Hab auch total schlecht geschlafen letzte Nacht. Bin eigentlich erst nach 7:00 oder 7:30 Uhr wirklich mal für eine Stunde richtig eingeschlafen.

Denk ab und zu an mich, mein kleiner Puschel-Engel <3 #ripCharlie

Donnerstag, 16. Januar 2014

Charlie & ich. || part 1


Auch wenn du nicht da bist.. Alles Gute zum 16. "Jahrestag", mein Pitchui <3..!!


Es sind nun bald 5 Monate verstrichen, seit Charlie gestorben ist.. Allerdings leide ich nach wie vor extrem unter diesem Verlust. Nicht einmal die Illu zu ihm konnte ich fertigstellen.. Bzw. ich hab ihn zwar schon fertig, aber für den Rest hab ich den Antrieb verloren. Muss ich mich mal wieder dransetzen..

Jedenfalls versprach ich die Erzählung von Charlie's Lebensgeschichte und irgendwie finde ich, ist heute ein guter Tag damit anzufangen. :3
Da das alles ein bisschen viel für nur einen Post wäre, werd ich es wohl in eine Serie aufteilen.. xD'


Ich wünschte mir schon seit ich denken kann eine Katze und lag damit meinen Eltern immer in den Ohren. Zu meinem 8. Geburtstag durfte ich wählen, ob ich eine Katze will oder mehrere Geschenke. Die Entscheidung war ziemlich klar: Katze!!
Von einer Bekannten meines Vaters hätte ich eine Katze bekommen sollen. Ein Weibchen, 6 Monate alt und frisch kastriert. Ich freute mich riesig, denn als "Sailor Moon"-Fan wusste ich sogar schon einen Namen: Luna (auch wenn sie nicht schwarz, sondern dreifarbig war). Allerdings sprang die Dame kurz vor der Abgabe ab. Sie wolle sie nun doch behalten. Somit fehlten noch 2 Tage bis zu meinem Geburtstag und meine Eltern standen ohne Katze da.

Der Arbeitskollege meines Vaters stiess per Zufall auf ein Inserat, in dem es hiess: "Katze zu vergeben, per sofort!". Klang schon mal gut. Mein Vater fuhr hin und rief gleich meine Mutter an. Das Gespräch lief laut Erzählungen so ab: "Hm, ist ein Kater. Er ist schön, aber hat lange Haare....", und daraufhin meine Mum: "Egal! Nimm ihn mit nach Hause!!".
Es war nämlich so: Die Vorbesitzer des Katers waren weggezogen, hatten ihn allerdings zurückgelassen. Manchmal kommt es zwar vor, dass Katzen einfach wieder zu ihrem alten Wohnort zurücklaufen, aber das war hier nicht der Fall (es wurde nachgefragt). Der Waldkatzen-Mischling wurde aus ungeklärten Gründen einfach nicht mitgenommen - Glück für ihn und für uns..!

Die älteren Frauen in der Nachbarschaft fütterten ihn, aber keine konnte ihn behalten. Er war ein ziemlicher Raudi und die Frau, die die Verantwortung für ihn übernommen hatte, hatte bereits einen Kater und die verstanden sich überhaupt nicht. Somit blieb nur, "Möckli" schnellstmöglich wegzugeben (sie nannten ihn so, weil er ein ziemlicher "Mocken" (=Brocken) war.. xD).
Dies geschah am Freitag den 16. Januar 1998. Einen Tag vor meinem Geburtstag. Mein Vater holte meine Mutter von der Arbeit ab und zusammen fuhren sie zu meiner Schule um mich abzuholen. Ich stieg ins Auto und sah links von mir eine graue Kiste mit Löchern. Da sei angeblich Bier drin. Gut, ich hatte mir nichts weiter dabei gedacht (rechnete nun eh nicht mehr mit 'ner Katze) und erzählte von der Schule, als nach einer Bodenwelle plötzlich ein Miauen aus der Kiste erklang. Ihr könnt euch vorstellen, die Euphorie war gross - um nicht zu sagen gigantisch..!
Zuhause stieg dann ein riesiger Kater aus der Kiste und ich war auf die allererste Millisekunde verliebt. Aber richtig..!! Er beschnupperte das Haus, liess sich aber von uns nicht wirklich anfassen, aber das ist ja auch klar. Ich freute mich so sehr, ihr könnt es euch nicht vorstellen.
Ah und am Abend klaute er meiner Schwester das Hühnchen vom Teller, als sie aufs Klo gegangen war… xD' Machte einen suuuper Eindruck, Pitchui...

Am nächsten Tag überlegten wir uns einen Namen für den Dicken, denn "Möckli" war nicht so unsers.. Als "Sailor Moon"-Fan dachte ich ja gleich an Artemis, aber das ist ja dann doch bisschen zu feminin.. Wir einigten uns auf "Charlie". Wieso? Ihr kennt vielleicht den Zeichentrickfilm "Charlie - Alle Hunde kommen in den Himmel"? (lol..). Da gibt es das Mädchen Ann Marie und die sagt immer so niedlich "Chaaarlie", so dass wir dachten, das nehmen wir, haha!

So ist Charlie also zu uns gekommen. Dies als kleiner Einstieg... ;3 Wie gesagt, es passt super zum heutigen Tag. Nun wisst ihr, was sich auf den Tag genau vor 16 Jahren zugetragen hat, hehe.

Hach, Pitchui... Du fehlst mir...

Sonntag, 22. Dezember 2013

Mein Pitchui als 3D Lasergravur

Am Freitag hab ich eines der hübschesten und süssesten Geschenke ever erhalten. Daila schenkte mir schon vorletztes Jahr was ganz süsses. Es muss nichts gigantisches sein, aber es war auf mich persönlich "abgestimmt" und somit hat sowas enormen Wert für mich. Dieses Jahr hat sie sich selbst übertroffen.
Ich leide sehr unter dem Verlust meines Katers Charlie und die Leute um mich herum, müssen mich dann meistens ertragen und mein Geflenne und Gejammer aushalten. Es sind bald 4 Monate her, aber es tut immer noch so unwahrscheinlich weh und erst noch vor zwei Tagen oder so, hatte ich wieder eine ziemliche "Krise" deswegen. Einfach weil ich ihn so sehr vermisse und mir unbeschreiblich fest wünschen würde, er wäre wieder da. Weil mir alles von ihm fehlt. Sein Fell, seine Augen, sein Geruch, seine Macken, seine Art, sein Schnurren, etc. Tja und da (so muss ich offen gestehen) kann ich meine Tränen oft nicht zurückhalten. Man verspürt irgendwie eine Einsamkeit.
Keine Ahnung, wie Daila auf diese Idee kam, aber sie liess eines meiner Lieblingsfotos von Charlie 3D in einen Kristall Glasblock lasern. Das stellt man auf ein LED-Sockel und schon ist es perfekt.


Ein paar Details in der Rundumansicht:


Und hier noch ohne Licht :3


Und ich staune, wie genau sie meinen Pitchui getroffen haben...!!! omg, das ist so wow...!! Jetzt ist das fast so, wie wenn Charlie da drin sitzt und rausguckt.... Hach...


Das ist übrigens das verwendete Foto. Hier macht er sein "Pitchui-Gesicht"... Das ist so ein "besonderer" Gesichtsausdruck/Blick, den er manchmal machte und mit diesem Foto konnte ich das endlich mal einfangen..!

Ich habe euch mal ein Video zur Lasergravur rausgesucht. Es war schwierig ein Gutes zu finden, aber das scheint es am besten zu zeigen. Müsst genau hinschauen, dann sehr ihr, wie die weissen "Punkte" im Glas- oder Kristallblock entstehen.


Oder dieses Video zeigt bisschen den kompletten Entstehungsprozess (wobei man eigentlich nicht viel mehr sieht als aufm ersten Video... xD'


Als mich Daila nach einem Foto von Charlie und mir und/oder nur von Charlie allein fragte, fand ich das schon bisschen strange. Dachte mir, wahrscheinlich schenkt sie mir einen Anhänger, den man öffnen kann und da sind dann eben diese Fotos drin. Oder dass sie eine Tasse bedrucken lässt. Oder ein T-Shirt oder so.. xD Aber mit sowas wie eine 3D Lasergravur mit LED-Beleuchtung hätte ich niemals gedacht..!! Vorallem, weil sie erst nach dem sie die Fotos hatte (etwa eine Woche später oder so) sagte, dass sie DAS Geschenk für mich wüsste. Und ich finds echt genial!

Sowas könnte ich mir nun durchaus für ein Paar-Foto vorstellen und werde ich bestimmt mal machen. Also, falls ihr eine romantische Freundin habt (wie ich sie z.B. bin |3), finde ich das eine super süsse Geschenkidee (... und dann hoffen, dass die Beziehung nicht in die Brüche geht, weil's dann so schade wäre.. xD'). Und es muss nicht unbedingt nur zu einem Anlass wie Weihnachten oder Geburtstag sein. Schenk auch einfach mal sowas..! Jeder freut sich über eine kleine Liebesgeste, egal zu welcher Zeit. Aber ich denke, selbst ein unromantischer Kautz fände das ziemlich cool! Oder für beste Freunde! Oder ganz einfach auch für eure Eltern. Ein Familienfoto eingravieren lassen! Irgendwas!
Mit meinem Charlie habe ich jedenfalls das coolste |3 Und eine Steigerung davon wäre, wenn man nicht ein stillstehendes Bild, sondern ein Motiv darin hätte, das sich bewegt..! Zum Beispiel ein Charlie, der hin und her geht und mich anmiaut oder so *-* Rum rollt, schläft, etc. Halt als hätte man ein Video dort eingelasert xD Ein Hologramm! Los, ihr Programmierer und Laser-Freaks, bringt das zu Stande..!! >o<


xoxo <3.

Montag, 30. September 2013

.. in progress.


Wer das wohl sein könnte.... Ist irgendwie eines oder das Aufwändigste, was ich je gezeichnet habe. Okay, da gibts ja noch das Fanart zu Kanon Wakeshima, welches wegen dem reelen Stil auch sehr zeit- und nervenaufwändig war und da fluchte ich ja schon so.. Aber ich möchte Charlie auf dieser Illu möglichst originalgetreu treffen und für mich als Perfektionistin ist es natürlich klar, dass ich dafür die richtigen Farben und die richtigen Fellmuster an den korrekten Stellen haben will. Ausserdem soll das Fell flauschig aussehen und somit geht schon einiges an Zeit dafür drauf.
... wie bist du bloss so perfekt, Pitchui?! <33

Donnerstag, 26. September 2013

Charlie is back home...

.. in einer kleinen Holzkugel ist er wieder da.

Für mich stand schon immer fest, dass ich meinen Kater nach seinem Tod wieder bei mir haben möchte. Ohne eigenen Garten ist die eleganteste Methode dafür über eine Urne.

Vielleicht ist einigen von euch das nicht bekannt, aber auch bei den Tieren ist eine Kremation eine Möglichkeit und sowohl für mich, als auch für unzählige andere Tierbesitzer, ist das eine so schöne Art von seinem Tier Abschied nehmen und trauern zu können.
Das Krematorium meiner Wahl war hierbei eines, welches ich von der Arbeit in der Tierarztpraxis gut kenne: das Tierkrematorium Seon.

Da ich ursprünglich nicht damit gerechnet hätte, dass das Ganze mit meinem Urlaub kollidiert, hatte ich mir auch immer vorgenommen, dass ich ihn sogar selbst ins Krematorium bringe. Wie man in vorherigen Posts lesen konnte, musste ich allerdings ja dann direkt zum Flughafen und somit holte der Kurierdienst des Krematoriums meinen Kater ab. Ist aber vielleicht auch ganz gut so. Ihn direkt nach dem Einschläfern dorthin zu fahren, wäre in meinem Zustand wohl dann eh nicht möglich gewesen.. Was ich aber auch wollte und sehr froh darüber war, dass das klappt: bei der Kremation dabei sein und ihn dann mitnehmen.
So wurde Charlie meinen Urlaub über im Kühlraum gelagert und ich machte einen Termin am 16. September aus.

Ich fuhr schon früh los, damit ich 1. sicher rechtzeitig ankomme und 2. falls es möglich wäre, somit auch länger mit Charlie sein könnte. So kam ich eine halbe Stunde eher an und wäre der Morgenverkehr auf der Autobahn nicht so geladen gewesen (wobei es hätte schlimmer sein können..), wäre ich sogar noch früher angekommen. Es regnete an diesem Tag.. Selbst der Himmel weinte wohl mit..
Die Dame brachte Charlie in einem Körbchen zu mir ins Zimmer. Er war mit einem dunkelblauen Tuch zugedeckt. Sie bereitete mich darauf vor, dass Tiere im toten Zustand nicht unbedingt schön anzusehen sind. Die Augen fallen zurück, sie sind starr und kalt, etc. Aber das kannte ich ja bereits. Als sie das Tuch wegnahm.. Keine Ahnung.. Ihn wieder zu sehen.. Dieser erste Moment, der hat es ziemlich in sich. Er tat echt weh und es war schon irgendwie ein bisschen ein Schock.. Aber ich bin froh, bin ich hingegangen.
Charlie lag schön. Er lag etwas eingerollt und genau so sah es aus, als würde er schlafen. Er war erst seit einer Stunde aus dem Kühlraum raus und noch sehr, sehr kalt. Ich wurde mit ihm allein gelassen.
Sein Fell war so flauschig und weich. Es tat so gut, ihn zu streicheln. Er roch sogar noch nach "Charlie".. Ich legte ihm zwei Bändchen an. Ein orangenes und eines aus Wolle mit einem goldenen Faden. Es sollten Freundschaftsbändchen symbolisieren und ich hatte ihm von meinem Band jeweils ein Stück abgeschnitten. Das würde dann mit ihm kremiert werden und somit hatte er immer etwas bei sich, von dem ich das andere Stück auch hatte. Keine Ahnung, aber irgendwie gefiel mir diese Idee. Selbst meine Schwester und ihr Freund "machten mit". So tragen wir diese Bändchen..


Ich war echt froh, war ich früher da. So konnte ich eine ganze Stunde noch mit ihm sein. Ich weinte, ich erzählte, ich redete mit ihm.. Ich klagte ihm mein Leid und sagte, dass er mir fehlt. Das er der Beste war, den es gibt. Dass ich ihn nie vergessen werde und er sich im Himmel hoffentlich auch an mich mal erinnert. Ich hoffe, dass er dort oben auf uns herabschaut und dass er weiss, wie sehr wir ihn lieben und vermissen. Dass es mir sehr schwer fällt, ohne ihn zu sein und dass ein Teil von mir und meinem Herzen mit ihm starb.. Dass ich gerade nicht so recht weiss, wo oben und unten ist und dass ich ihn an meiner Seite wirklich gebrauchen könnte.. Ich liebe dich so sehr, Charlie.. Mein kleiner Pitchui...
Wie sehr hoffte ich, dass er jetzt einfach durch ein Wunder erwacht.. Ich schnitt ihm nochmals paar Härchen ab und packte sie ein. Nach der Kremation würde ich ja nie wieder was von ihm sammeln können.. Das war irgendwie ein echt unschöner Gedanke.. Er tat weh..


Ich nahm Charlie auf den Arm und blieb eine Weile so. Die Dame hatte zuvor Pfotenabdrücke von ihm genommen. Das ist ein besonderes Geschenk des Krematoriums und ich finde das so unendlich süss... Das ist nochmals bisschen was persönlicheres von ihm.


Leider war die Stunde irgendwann rum und der Ofen war bereit.. Ich hatte Charlie auf dem Arm und brachte ihn auch so in den Funktionsraum. Ich legte ihn auf die Liege und verabschiedete mich von ihm. Die Luke war schon offen, als ich nochmals um einen letzten Kuss bat. So stoppten sie kurz und ich konnte mich ein letztes Mal von seinem Körper verabschieden. Ich würde ihn nie wieder sehen.. Das war so ziemlich der härteste Moment bei diesem ganzen Besuch. Ihn tot zu sehen, war erträglich. Ihn in diesem Ofen verschwinden zusehen, aber mehr als grässlich. Dennoch war ich froh, dabei zu sein. Bis zum allerletzten Moment..


Ich wartete. Es dauerte über eine Stunde, fast 1 1/2.. und dann sah ich die Dame wieder mit einem blauen Papierbeutel kommen. Da war dann die in einem Stoffsäckchen eingepackte Holzkugel-Urne. Für das Modell hatte ich mich zuvor schon entschieden und da alles schon im Vorfeld geklärt war, hatte ich auch kein spezielles Gespräch mehr mit der Dame gehabt.
Nun wurde nur noch die Rechnung beglichen und ich konnte meinen Charlie als Asche wieder mitnehmen... Ich musste weinen, als ich die Urne sah... Nun war es endgültig.. Ich habe alles, was ich für und mit Charlie machen konnte, getan. Nun steht mir nur noch die Trauerzeit bevor....

Ich danke dem Tierkrematorium Seon, die ihre Sache so gut und so korrekt machen. Sie tun alles und sind sehr liebevoll. Ich kann dieses Krematorium nur empfehlen und wer mehr wissen mag, kann sich mal auf deren Homepage umsehen. Zwar musste ich ein Stückchen fahren, aber das war es wert.. Ich bin zufrieden damit und habe so einen schönen Abschluss für Charlie.

<'3 ...

Dienstag, 24. September 2013

An Charlie...

Ich habe schon was bei Instagram gepostet.. (daher kann es sein, dass dem einen oder anderen Teile davon bekannt vorkommen). Allerdings musste ich es dort stark kürzen und überhaupt, wollte ich in meinem Blog meinen "Brief" an ihn schreiben.

An meinen wunderschönen Kater Charlie… Meinen besten Freund, meine Grosse Liebe.
*01.05.1996 - 24.08.2013..

Du hast mich nun seit Kindheit an begleitet. Wir haben sehr viel zusammen durchgemacht. Viele Höhen und Tiefen. Wenn's mir schlecht ging, holte ich bei dir Trost und wenn es dir schlecht ging, wich ich nicht von deiner Seite und passte auf dich auf. Egal, was sich uns in den Weg stellte, wir räumten es gemeinsam bei Seite. Du warst immer ein Kämpfer und was auch immer ich tun konnte, liess ich niemals unversucht. Du warst mir alles Wert und ich entschied mich immer für dich.
Das Band zwischen dir und mir war ein ganz besonderes und sehr starkes. Ein Leben ohne dich - für mich nach so vielen Jahren unvorstellbar.
Wenn ich mal weg war, hast du vor der Tür gewartet, gingst unzählige Male in mein Zimmer auf der Suche nach mir und sogar der Appetit verging dir.. Selbst zu der Zeit, in der ich dachte, dass du mich nicht mehr leiden kannst und manchmal ignoriertest, erzählte man mir, dass du so reagierst.
Ich war immer sehr stolz, dass du "mein Büsi" warst. Keiner war besser, keiner schöner und niemand durfte dir je was zu leide tun oder schlecht reden.

Du warst ein armer Tropf.. Musstest sehr viel durchmachen. Hattest diverse Baustellen und wir hätten dich einige Male beinahe verloren. Erst hattest du ein Blasenproblem, einige Jahre später Diabetes.. Leider kam im Winter noch ein bereits vermutetes Nierenproblem zum Vorschein und nebst der Arthrose, zuletzt auch noch Blutarmut und einen Epilepsie-Anfall.. Aber wir haben nie aufgegeben!
Mir ist klar, dass du ohne all die Behandlungen, die ich immer mit dir machen musste, schon längst nicht mehr da gewesen wärst und doch tat es mir oft leid, dass ich dich damit nerven oder plagen musste. Ich hoffe nur, dass du mir das nicht übel nimmst, mir verzeihst und weisst, dass ich dich wirklich über alles liebe.. Dass du mein Ein & Alles warst, bist und bleibst.

Jeder weiss, dass du für mich die Nr.1 warst. Über dich konnte ich immer und stundenlang reden. Dich ansehen, dich streicheln.. Es tut mir leid, dass ich mir dennoch an manchen Tagen nicht genug Zeit für dich genommen habe..

Jetzt bin ich leider allein.. Die letzte Hürde war leider eine Sackgasse, aus der ich dir nicht mehr helfen konnte.. so sehr ich es auch wollte.. Es zerreisst mir das Herz. Der "letzte Entscheid" war für mich das Schlimmste, was ich je tun musste. Dich gehen zu lassen das Härteste.. Doch du hättest das, was dir sonst bevorstand, nicht verdient.. Dass ich dir das ersparen konnte und dass es dir jetzt sicher besser geht, ohne Krankheiten, ohne Schmerzen, ist mein Trost.. Und auch (selbst wenn es vielleicht blöd klingt) dass ich bei dir sein konnte, als es soweit war. Ich hatte dir mal versprochen, dass ich mit dir bis ans Ende gehe und das habe ich getan.. Ich hoffe, du konntest deine 17 Lebensjahre geniessen, genauso wie ich die Zeit mit dir genossen habe..

Und hey.. ich hab dir ein paar Härchen ausgezupft und abgeschnitten. Ich trage sie immer bei mir.. Selbst die Aufnahme von deinem Schnurren höre ich mir immer wieder an. Du weisst ja, ich liebe es, damit einzuschlafen. Immer wieder schaue ich mir Fotos und Videos an und obwohl es an (oder wohl eher über) die Tausende geht, sind sie mir irgendwie nicht genug.
Ich muss gestehen, ich realisiere noch nicht so wirklich, dass du nicht mehr wiederkommst.. Es fällt mir schwer zu glauben, dass das kein böser Traum ist und ich gleich aufwache, weil du laut schnurrend ganz nahe an meinem Bett stehst oder schmatzend dein Trockenfutter frisst oder im Wohnzimmer miaust, dass man die Balkontüre aufmachen soll.. Oder Futter geben.

Ich vermisse dich.. Ich vermisse deine Augen, dein Fell.. Deine Wärme, dein Atmen und deinen Herzschlag.. Deine Stimme, dein Miauen.. Dein Schnurren, deine Macken und vor allem dein Wesen.. So einen Kater wie dich gibt es nirgendwo und niemals mehr wieder. Es war und ist mir eine Ehre, dass ich dich all die Jahre bei mir hatte..


Die Insulin-Spritzen, die du 2x täglich haben musstest, liest du ohne weiteres über dich ergehen. Irgendwie schweißte uns das noch mehr zusammen. Das merkte ich gut. Anfangs hatte ich ja Angst, dass du mich dann meiden würdest, aber das Gegenteil war der Fall. Du kamst mit der Zeit sogar pünktlich zu den Injektionszeiten zu mir, haha.
Mit dem Nierenproblem kamen leider noch Infusionen dazu, aber da brauchtest du das Insulin zum Glück nicht mehr. Blieb dir wenigstens das erspart. Schade, dass du die Fortekor-Tabletten nie freiwillig genommen hast.. Die schmecken doch so lecker nach Vanille!

Du warst immer sehr folgsam und wehrtest dich nie. Egal ob es darum ging, dich zu verarzten, dir Blut abzunehmen, dich zu Baden oder gar einfach zu bürsten - okay, doch, das mochtest du an den Hinterbeinen so gar nicht..! (und die Fortekor-Tabletten waren auch doof..). Auch zu den anderen Katzen warst du ein unschlagbarer Rüpel. Erst nach einigen Jahren hast du wenigstens mit dem Nachbarskater Leo Freundschaft geschlossen, aber davor hast du ihn oft zünftig vermöbelt. Oder den Hund der Bravos die Treppe runtergekickt..
Ich hab neulich an meinem Knie tatsächlich eine Narbe (eigentlich vier) gefunden, die ich dir zu verdanken habe, mein kleiner "Spinelli". Das war noch zur Anfangszeit bei uns. ...Pitchuiii, ich hab dich da doch nur vom Fenster weggeholt, weil der Nachbarsjunge mit einem Laserpointer auf dich zielen wollte..! -.- Aber na ja. Die dicksten Freunde blieben wir trotzdem.
Ich gab dir auch oft von meinem Essen ab. Früher musste ich es wegen meinem Vater heimlich machen, aber siehe da! In den letzten zwei - drei Jahren hat plötzlich er damit angefangen. Du hast ja dann auch dick Freundschaft mit ihm geschlossen. Ihr Wohnzimmer-Chiller.

Du hast gerne Pingu "geschaut". Wenn das im Fernsehn lief, hast du wie gebannt auf den Monitor gestarrt. Ich weiss nicht, was du genau gesehen hast oder ob es nur die Laute waren. Aber dass du bei Pingu immer die ganze Zeit die volle Aufmerksamkeit auf den Fernseher gerichtet hast, vergesse ich nie.

Ich bin froh, dass deine Vorbesitzer so doof waren und dich bei ihrem Umzug einfach zurückgelassen haben.. So hatten wir und auch du das Glück, dass du bei uns gelandet bist. Ich hätte dich niemals wieder hergegeben. Du mein Alles.

Mit dem Alter wurdest du im Skelett ja bisschen wackeliger und langsamer. Ausserdem auch allgemein etwas bequemer.. Früher hast du dich noch auf den Rücken gerollt, aber mittlerweile beliesst du es beim Seitlich-Liegen mit bisschen "Kopf-drehen", haha. Aber hey! Ich versteh dich da vollkommen. Ich hab's mal (unbewusst) nachgemacht und das tut gut, haha xD
Du hattest viele Macken, die ich wirklich an dir liebte.

Es gibt sooo vieles über dich zu erzählen. Immer wieder fällt mir Neues ein. Du warst ein echt intelligenter Kater - auch wenn wir gerne sagten, dass du etwas doof bist. Dabei bist du echt nicht zu unterschätzen! Als wir das Netz am Balkon frisch angebracht hatten, bist du uns trotzdem einige Malen entwischt, bis wir herausgefunden haben, wie du das machst: Du bist auf das Geländer gesprungen und hast dich ins Netz gekippt und so fallenlassen. Ja, ja..
Gab aber schon auch Momente, in denen ich mich fragte, wie du nur auf die Idee kommen konntest, dass das funktioniert.. xD' Als du zum Beispiel im Fenster steckengeblieben bist, weil der Rollladen zu weit unten war (und meine Mutter und ich beim dich Rausziehen im Dornbusch landete..). Oder allgemein deine Schusseligkeit oder Unbeholfenheit. In der Wildnis wärst du verloren gewesen, Pishui…. xD Aber das macht nichts. Du warst genau perfekt, so wie du warst.

Genug nonsense. Ganz ehrlich, Charlie.. Du fehlst vielen. Du fehlst der ganzen Familie und unseren engsten Freunden. Ich hab keine Ahnung, wie ich ohne dich soll und trotzdem muss. Mein Puschel.. Ich liebte es so sehr, an regnerischen oder verschneiten Tagen mit dir im Bett zu liegen und zu schlafen - oder Gossip Girl schauen, hehe. Oder wenn die Sonne ins Zimmer auf uns schien. Das haben wir beide immer sehr genossen. Mit deinem Schnurren einzuschlafen.. mit deinem ruhigen Atem.
Charlie, ich weiss nicht, ob du verstehst, wie sehr ich dich liebe. Ich habe mich sehr oft gefragt, ob du mich genauso magst wie früher - die Zeit in der ich dich nicht mit Infusionen und Tabletten usw. plagen musste.. Ich hoffe es einfach und es tut mir wirklich so Leid.. Allerdings hatten wir mit all den Behandlungen noch wunderbare Jahre miteinander. Der Wechsel in ein Leben ohne dich ist extrem hart. Nun kann ich dich nicht mehr suchen und streicheln und küssen kommen, wenn ich Heim komme. Kann nicht mehr bei dir Trost suchen… Kann dir nicht mehr ein bisschen Schinken vor die Nase halten oder dir eine Freude bereiten, wenn ich ein neues Futter aufmache. Kann dich nicht mehr mit Streicheleien verwöhnen. An den Rippen mochtest du es besonders oder am Hals. Hinter den Öhrchen oder am Kinn. Nun kann ich dich nicht mehr verwuscheln; nicht mehr riechen.. Kann nicht mehr mit dir reden und deine Reaktionen abwarten. Kann dir nicht mehr in deine wunderschönen Augen sehen….

Ich könnte noch so viel schreiben, aber… Ich bete nun nur noch zu Gott und bitte Ihn, dass Er dich bei sich aufnimmt.. Und ich stelle mir vor und hoffe, dass du dort oben im Himmel auf mich wartest, so dass ich dich eines Tages wiedersehen kann. Und bitte, bleib so, wie du bist..
Du warst das beste Geburtstagsgeschenk, das ich je hätte kriegen können.. Leider wirst du nie verstehen, was du mir bedeutest und wie unendlich ich dich liebe.
Nichts kann dich je ersetzen oder die gigantische Lücke, die du hinterlässt, füllen.. Du bist etwas ganz Besonderes. Du bist der Beste, den es je gegeben hat. Ich werde dich niemals vergessen und du wirst für immer einen ganz grossen und ganz besonderen Platz in meinem Herzen haben. Hoffentlich bist du jetzt ein kleiner Engel, der auf mich aufpasst. Warte auf mich, mein wunderschönster Schatz.. Mein liebster Pitchui.. Mein Charlie...

Mittwoch, 18. September 2013

Ohne Charlie - So geht es mir..

Ich habe diesen Text stückweise während meines Urlaubs geschrieben. Mir fehlten oft die Worte oder ich mochte nicht, etc..

Es sind nun einige Tage vergangen.. Der schlagartige Umgebungswechsel liess mich Charlie's Fehlen irgendwie weniger spüren. Ich hätte ihn im Urlaub ja so oder so nicht dabei gehabt und so fühlte es sich irgendwie so surreal an, dass ich ihn nicht mehr antreffen würde, wenn ich zurückkäme. Wäre ich von der Praxis nach Hause gekommen, ohne Charlie, wären diese Wochen sicher anders verlaufen, denn man merkt seine Abwesenheit in jeder Ecke, jedem Quadrat- und Kubikzentimeter..
Ich schaute mir wirklich immer und die ganze Zeit Fotos und Videos von ihm an. Hörte mir sogar die Aufnahme an, die ich von seinem Schnurren genau eine Woche zuvor gemacht hatte.. Die Menschen um mich herum meinten, ich solle das lassen. Ich solle "abschalten und Urlaub geniessen". Ich solle nicht in der Wunde stochern, das sei doch masochistisch.. Aber ich gab dem kein Gehör. Nur weil ich die Fotos nicht sehe oder nicht von ihm rede, heisst es nicht, dass ich nicht an ihn denke. Ausserdem halte ich es persönlich für falsch, in die Trauer anderer reinzureden. Jeder muss selber schauen, wie er klarkommt.
Von meiner ehemaligen Chefin erhielt ich eine sehr tröstende Mail. Sie kennt mich gut und weiss, wie sehr ich an Charlie hing und was das nun für mich bedeutet. Selbst die andere ehemalige Tierärztin sagte immer, sie hoffe, sie müsse den Tag nicht miterleben, an dem ich Charlie einschläfern müsste..

Ich bin jemand sehr emotionales. Beginnend bei banalen Sachen wie, dass ich bei Filmen (oder auch Liedern) bei traurigen oder kitschigen Stellen weinen muss oder mitleide, bis über zu den realen Dingen des Lebens.
Ich bin vor lauter Liebeskummer schon mal zusammengebrochen, war mehrere Tage am Stück wach, konnte für eine Zeit nichts oder kaum noch was essen, hatte monatelang Schlafstörungen, bei denen ich vielleicht, wenn ich Glück hatte, ca. 2 Stunden (maximal 3) einnicken konnte.. Und doch fühlte ich mich noch nie so hilflos, so ratlos, so überfordert und so allein, wie in dem Moment, in dem es um das Leben oder Sterben meines Katers ging.. Noch nie tat mir etwas so weh.. Es waren die schlimmsten Stunden meines Lebens.
Ich hatte noch nie so Angst, einen Fehler zu begehen - egal, wofür ich mich entscheiden würde. Ich versuchte zu deuten, was er wohl wollen würde. Versuchte rational zu denken, was wäre das Beste, was waren die Aussichten bei welcher Entscheidung. Ich wollte die Hoffnung nicht aufgeben, aber wollte auch nicht, dass eigener Egoismus oder "ihn nicht loslassen zu wollen", auf seine Kosten ging.

Ich hab ein gutes Bauchgefühl, habe unzählige Male Vorahnungen und kann mich so ziemlich immer drauf verlassen. Auch bei Charlie hatte ich das oft. Es begann schon damit, dass ich letzte Weihnachten irgendwie dachte: "Ob Charlie nächste Weihnachten noch da ist..?". Oder dass ich ihm dieses Jahr zum Geburtstag ein Bettchen kaufen wollte, weil ich es irgendwie nicht mehr so realistisch sah, dass es noch einen Nächsten gibt und das wohl die letzte Chance sei... Und dann kam der Sommer. Ich fragte mich, wie lange es wohl mit Charlie noch geht und hatte irgendwie im Gefühl, dass es wahrscheinlich im Herbst soweit sein würde.. Je näher der Urlaub kam desto stärker wurde das Gefühl (ich weiss nicht, ob es einfach nur Angst oder doch Vorahnung war), dass es bestimmt meinen Urlaub treffen würde.

Gut, einige könnten nun sagen: "Du hast es heraufbeschworen". Ich denke nicht. Und ich bin jemand, der es nicht mag, wenn man mit gewissen Dingen "spielt". Manche Dinge sagt man einfach nicht. Ich vermute, dass ich das entweder gespürt habe oder einfach gut einschätzen konnte, es mir aber insgeheim nicht eingestehen wollte. Ich stehe auch oft mit Gott im Gespräch. Bitte Ihn, mir den Weg zu zeigen. Hinweise zu geben. Auch als es Charlie schlechter ging, fragte ich: "Gott, was soll ich tun? Sind das deine Hinweise? Warnungen, dass ich ihn lieber vor meinem Urlaub gehen lassen muss?". Da das nicht einfach irgendein Versuch ist, den man dann rückgängig machen kann, sondern endgültig ist, verspürte ich grossen Druck und Unsicherheit. Ich würde alles für meinen Kater tun, Geld und Aufwand spielt keine Rolle, aber doch wollte ich nicht, dass ihm zu viel zugemutet wird und er leiden muss - und das schlussendlich nur, weil ich nicht loslassen kann und/oder will.

In meiner Praxis berate ich oft Kunden, wenn es um so was geht. So viele fragen mich: "Wann ist der richtige Zeitpunkt?", und ich antworte, was man mich gelehrt hat, aber ich selbst nie durchmachen musste: "Das merkt man. Ihr kennt euer Tier am besten. Solange es noch Lebensqualität hat, frisst, sich versäubern kann, etc. dann kann man es sicher noch behalten". Das stimmt ja auch. Das Härteste finde ich ja auch, wenn die Tiere im Körper keine Kraft mehr haben, aber im Kopf noch so klar wären und wollen. Nun stand ich ja selbst vor dieser Frage und ich war völlig verzweifelt.
Doch warum? Warum sah meine Familie, dass Einschläfern der beste Weg sei und ich war mir noch so unsicher? Da nun einige Zeit verstrichen ist, konnte ich mir einige Gedanken machen. Ich fühlte mich extrem unter Zeitdruck gesetzt. Ich musste innerhalb wenigen Stunden bzw. Minuten entscheiden, ob mein geliebter Kater stirbt oder lebt. Und dieser Zeitdruck war doch nur da, weil ich in ein paar Stunden am Flughafen sein musste und ich wollte unter absolut keinen Umständen, dass dieser Zeitdruck mich zu einer (fatalen) Entscheidung zwängt, die ich im Nachhinein bereuen würde. Wäre das mit dem Urlaub nicht gewesen, könnte ich mir gut vorstellen, dass ich vielleicht nicht unbedingt weniger Stress aber dann wenigstens nicht in dieser geballten Ladung gehabt hätte. Denn schlussendlich lag der Entscheid bei mir und bei niemandem sonst.. Ich hätte beinahe den Flug abgesagt um mehr Zeit zu haben. Aber als ich dann sah, wie schlecht es Charlie ging und dass diverse Tierärzte, die ich aufgeboten hatte, mir keine grossen Hoffnungen oder Auswege, sondern nur eine schlechte Prognose bieten konnten (und ich von Fach selbst gut genug weiss, was man tun kann, welche Medikamente oder Wege es gibt..), musste ich mir eingestehen, dass es besser wäre, ihn gehen zu lassen und dass mich das Nicht-loslassen-wollen blockierte..

Der Anblick, wie er angestrengt atmete und nur wenige Schritte ging, weil er dann wieder sitzen und sich hinlegen musste, weil er nicht mehr konnte, tat weh.. Das hatte er nicht verdient.. Jetzt konnte er zwischendurch noch seitlich liegen, was bei einer wirklichen Atemnot nicht der Fall wäre, aber soweit müsste es gar nicht erst kommen.. Diese Panik sollte ihm erspart bleiben..
Wahrscheinlich werde ich den Moment nie vergessen, als er da auf dem Küchenboden lag und mich dann anschaute, "Mir geht's nicht gut…". Er wandte eine Weile den Blick nicht von meinen Augen ab.

Obwohl ich das alles sah und es so kommen musste.. Es war eh zu früh. Es war an dem Tag zu früh, aber das wäre es auch in 20 Jahren noch.. Mein "Pitchui". Mit ihm bin ich aufgewachsen. Ich wünschte mir, seit ich denken konnte, eine Katze und mit ihm ging dieser Wunsch in Erfüllung und ich hätte mir wirklich keinen besseren vorstellen können. Ein absoluter Goldschatz und ohne ihn fehlt mir so viel im Leben, was nie wieder aufgefüllt werden kann. Das sage ich wirklich aus tiefstem Herzen.

Gott hat wohl gewollt, dass es so kommt. Er kennt mich und weiss, dass es mir wichtig war, bei Charlie zu sein, wenn es soweit ist. Er wusste, dass Charlie es wohl nicht mehr bis nach meinem Urlaub schaffen würde und hat mich bzw. uns in diese Situation gebracht, damit wir jetzt noch handeln konnten. Seine Gesundheitslage hatte sich im August ziemlich verschlechtert - mit/durch diverse Gebrechen. Die letzte Woche war gut, Charlie frass gerne, zeigte Wohlsein und bewegte sich gut. Aber dass diese Atemnot plötzlich so deutlich wurde.. Keine Ahnung, ich habe das Gefühl, Gott zeigte mir so, dass es jetzt sein muss. Das war sein unmissverständliches Zeichen, jetzt noch was zu tun..
Im Urlaub wäre Charlie tagsüber allein gewesen. Wir konnten es zwar so richten, dass der Freund meiner Schwester nach dem Mittag direkt von der Arbeit zu uns nach Hause käme und bei Charlie bleibt, bis die Frau, die ihn und das Haus hütete, von der Arbeit kommt. Aber am Morgen wäre er trotzdem allein. Was, wenn ausgerechnet dann etwas passiert? Tod durch Ersticken ist grausam und mit grosser Panik verbunden. Die Vorstellung, dass meinem Kater so was passieren könnte, konnte ich nicht ertragen. Noch schlimmer war es, weil ich wirklich das Gefühl hatte, dass er wenn nicht heute dann in wenigen Tagen eingeschläfert werden müsste. Wofür dann warten und das Risiko aufnehmen, dass die Atemnot schlimmer wird? Oder die Epilepsie-Anfälle wieder kommen und das alles in Kombi?

Nein, es war die richtige Entscheidung.. Es war sehr hart. Es ist sehr hart.. Es tut weh und wird es noch lange. Aber ich habe alles gemacht und nie etwas unversucht gelassen. Ich war ihm eine gute Freundin und würde mich jederzeit immer wieder für ihn einsetzen und entscheiden. Niemand kann mir da jemals etwas vorwerfen, denn mein Kater war für mich immer Priorität. Wegen ihm habe ich nun den Beruf, den ich heute habe und jeder der mich kenn, weiss, wie sehr ich an diesem Kater hing und wie unmessbar viel er mir bedeutete und immer bedeuten wird. Für mich ist er mein Gold. Mein Platin..

Die Leute um mich herum versuchen mich zu trösten. Sagen mir, dass er sonst nur gelitten hätte, aber ich immer gut zu ihm war bis zum letzten Moment. Manchen fehlen aber auch die Worte. Mit dem Schmerz werde ich jedoch selbst auskommen müssen und darüber zu schreiben, hilft mir. Somit habt ihr hier eine Erklärung, warum ich über so etwas "intimes" blogge. Es hilft mir irgendwie, dem Ganzen Luft zu lassen. Es geht nicht um Aufmerksamkeit, sondern es erleichtert.. Einfach irgendwo die Worte festhalten und freizulassen, die in mir sitzen. Meinem Kater Charlie irgendwie eine Hommage zu widmen... und dass ihm somit viele eine gute Reise wünschen und an ihn denken..

Sonntag, 8. September 2013

24.08.2013 - Lebwohl, mein Charlie...

Ich brauchte eine Zeit um darüber schreiben zu können... Stunden meiner absoluten Verzweiflung und Ratlosigkeit.. Diese unerträgliche Ohnmacht.
Wer meinen Blog regelmässig liest, hat auch die Reihe "Pitchui's Baustellen" mitverfolgt. Dort berichtete ich ja von den sich häufenden Gebrechen, die mein Kater Charlie (aka Pitchui) hatte.
Er war mittlerweile über 17 Jahre alt und leider kam der gefürchtete Tag.. Mein wunderbarster, liebster und schönster Charlie musste gehen…


Zuletzt ging es bei "Pitchui's Baustellen" um seinen Bänderriss in der Hinterpfote. Was ich noch gar nicht erzählt hatte (weil ich das lieber erst nach meinem Urlaub bloggen wollte), war die auftretende Epilepsie.
Am Vorabend von dem Bänderriss hatte Charlie einen ziemlich hässlichen Epilepsie-Anfall. Ich lag schon im Bett, als ich plötzlich komische, "gluggsige" Geräusche vernahm. Als ich um die Ecke kam, sah ich meinen Kater seitlich liegen und heftig strampelnd vor der Küchentür. Es wäre gelogen, zu sagen, ich sei nicht in Panik geraten… Da Charlie ja eh schon hier und da "Ausfälle" im Schlaf hatte, in denen er in regelrecht komatösen Tiefschlaf viel, hatte ich extremste Angst, dass er mir aus diesem Epi-Anfall nicht mehr erwacht.. Er krampfte und zappelte noch lange in meinen Armen (Info: Charlie hatte keine Zähne mehr und vom Alter stumpfe Krallen. Daher drohte mir keine Verletzungsgefahr. Andernfalls sollte man das "in den Arm nehmen" lieber lassen!). Dann blieb er ein Zeit regungslos und mit weit offenen Augen im Arm liegen. Wollte irgendwann weg, konnte aber nicht gehen. Ich setzte ihn auf die Couch und streichelte ihn beruhigend. Man merkte ihm die Orientierungslosigkeit extrem an. Er wusste nicht, was gerade passiert war und merkte, dass was nicht gut war. Das dauerte schon so ca. 30 Minuten.
Ich blieb die ganze Nacht über bei ihm im Wohnzimmer, machte eigentlich kein Auge zu vor Sorge und auch Charlie war die ganze Nacht unruhig. Lief immer umher, ging von einem Zimmer ins andere. Knurrte sogar, was er sonst niemals machte! Ich vermute, da er sowieso schon Arthrose in den Hinterbeinen hatte, dass das Strampeln die Gelenke ziemlich strapaziert hatte und er daher nun Schmerzen hatte. Denn knurren tat er vor allem, wenn man ihm im hinteren Bereich berührte. Angegriffen hätte er nicht, aber er wollte wohl damit signalisieren, dass man das lassen soll.

Ich wollte nun schauen, ob und in welchen Abständen diese Anfälle kommen würden, da man ja sonst auch Epilepsie-Medikamente geben konnte. Am Tag darauf passierte ja das mit dem Bänderriss und zwei Wochen später der nächste Epilepsie-Anfall. Der war aber sehr kurz. Er krampfte nur 10-15 Sekunden, denn sobald ich ihn wieder im Arm hatte, legte es sich sofort. Auch die Orientierungslosigkeit war nicht so schlimm. Dennoch beobachtete ich ihn in der Nacht.
Leider wusste ich noch nicht, was in wenigen Stunden passieren würde....

Ich kam in meiner Mittagspause Heim und sah, dass Charlie hinten etwas kotverschmiert war. Da er zum Teil Schwäche in den Beinen hatte, passierte es ab und zu, dass er sich beim Koten nicht mehr oben halten konnte und fast schon draufsass. Also nahm ich ihn und setzte ihn in die Wanne. Das war er sich zwar gewohnt, aber ich dachte schon, dass ich ihm diesen Stress eigentlich lieber nicht antun würde. Leider würden wir beide aber nicht drumherumkommen. Sobald ich fertig war, nahm ich ihn hoch und merkte, dass er wohl einen Reiz im Hals hatte. Ich setzte ihn auf den Boden, damit er in Ruhe husten konnte. Das tat er, aber ich merkte irgendwie sofort, dass was nicht stimmt. Ich beugte mich runter und sah, dass er den Mund offen hatte, die Zunge raushielt und scheinbar Atemnot hatte. Ich dachte erst sofort an die Aufregung, aber ich verspürte, dass hier etwas gravierendes nicht stimmt. Meine Befürchtung, die ich aber nicht vor meiner Familie aussprechen wollte: Lungenödem (Flüssigkeit in der Lunge).
Ich rief sofort in der Praxis an, dass ich mit Charlie notfallmässig für ein Röntgenbild komme. Mittlerweile atmete er zwar nicht mehr durch den Mund, aber zeigte deutlich eine Anstrengung. Leider bestätigte das Röntgenbild nur meine Befürchtung…

(links ist vorne und diese grosse mehr oder wenig dreieckige, gräulich-weisse Fläche ist der Thorax /=Brustraum)

Die Lunge hatte nur noch einen kleinen Zipfel (oben rechts), in der keine Flüssigkeitseinlagerung war.. Der Brustraum sollte möglichst dunkel/schwarz sein (wie eben diese Ecke oben), weil Luft ja keine Strahlen absorbiert und wie man sieht, ist ja der ganze Brustraum sehr hell. Aber es war so komisch, dass er zuvor absolut keine Anzeichen zeigte, sondern erst nachdem ich ihn kurz geduscht hatte. Vielleicht hatte der Stress das Ausgelöst.. Im Endeffekt wahrscheinlich (im weitesten Sinn) "Glück" im Unglück, denn jetzt war ich ja noch da um zu handeln..

(Hier leckt er Liquid Sticks auf. Das ging immerhin noch sehr gut und mit Appetit..!)

Jedenfalls begannen wir sofort mit einer sehr hohen Dosis Dimazon-Dosis. Das ist ein Medikament, welches entwässert und somit hilft, das Wasser aus der Lunge zu bekommen. Eigentlich hätte ich diesen Nachmittag noch arbeiten sollen, aber ich war absolut nicht fähig dazu.. Ich wich Charlie nicht von der Seite. Lag bei ihm in der Box und mit der Zeit weinte ich nur noch. Er tat mir so leid und ich hatte so extreme Angst, ihn zu verlieren. Jetzt im Nachhinein erkenne ich es als düstere Vorahnung, dass wir es nicht mehr weit schaffen würden.. Aber es zeigte sogar Linderung! Charlie lag seitlich und schlief. Tiere mit Atemnot liegen immer "sternal". Das heisst, sie liegen auf dem Bauch und bleiben so. Das ist am entlastendsten für die Lunge. Seitlich würde sie sonst gedrückt werden. Somit war es eigentlich ein gutes Zeichen und schön zu sehen, dass es ihm wenigstens soweit besser ging, so dass er sich etwas erholen konnte. Er war bestimmt müde von dieser Anstrengung…


Ich nahm mit x Tierärzten Kontakt auf, in der Hoffnung, irgendwer hätte eine Idee, was ihm noch helfen könnte. Fest stand, das Lungenödem war nicht von einem Herzproblem gekommen (was eigentlich immer der erste Verdacht ist). Die Vermutung lag beim Kreislauf; genauer im Elektrolyten-Haushalt. Da war wohl irgendetwas entgleist, womit der Körper nun nicht klar kam und nicht regulieren konnte. Dimazon könnte dementsprechend auch gefährlich sein in Charlie's Fall, weil das das Kalium beeinflussen kann. Und zwar könnte es das Kalium senken, was zu einer höheren Herzfrequenz führt und wiederum mehr Wasser in die Lunge pumpt - was durch das schnellere Atmen auch nicht besser wird...
Mal davon abgesehen, dass die Wirkung vom Dimazon (also Entwässern) jetzt genau das Gegenteil von dem war, was ich bislang gemacht hatte.. Wegen seinem Nierenproblem gab ich ihm ja regelmässig subkutane (= unter die Haut) Infusionen und das Dimazon entwässert ja.. Also auf Dauer wären das sowieso Gegenspieler geworden, aber in erster Linie ging es nun darum, dem Lungenödem und der damit verbundenen Atemnot entgegenzuwirken. Die Angst, dass ich das Lungenödem durch die Infusionen bewirkt hatte, war riesig, aber alle Tierärzte beruhigten mich. Das sei eine andere Art Flüssigkeit und die Infusion wird ja vom Gewebe resorbiert und nicht in die Lunge befördert. Es war vielleicht nicht besser damit, aber das Problem kam vom Kreislauf her und hatte nichts mit den Infusionen zu tun.


Ich dokumentierte Charlie's Atmung mit dem iPhone. So konnte ich wenigstens direkt vergleichen ob die Atmung besser oder schlechter war. Auch wie oft und wie viel er urinierte, notierte ich. Das war nämlich zu erwarten wegen des Dimazons. Das Zeug musste raus..
Mein Vater kam überraschend in die Praxis und fand mich völlig verheult in meiner Verzweiflung auf. Er tröstete mich und als er nach einer Weile wieder ging, kam sogar Charlie aus der Box zur Tür. Das war für mich ein gutes Zeichen..!
Ich packte die Dimazon-Spritzen ein, die ich ihm bei Bedarf injizieren sollte und machte mich auf den Weg nach Hause. Dort wartete meine Familie schon auf Nachricht - und auf meinen Koffer.. Ich hatte noch gar nicht fertiggepackt und ich hatte nun wirklich keinen Kopf mehr dafür.. Hinzukam, dass ich schon gar nicht mehr fliegen wollte um bei Charlie zu bleiben. Ich war so ratlos.. Ich fühlte mich so hilflos und vor lauter Nervosität hyperventilierte ich sogar. Es war wirklich absolute Ohnmacht.. Ich weiss nicht, war es Angst oder das dunkle Wissen, welches ich mir nicht eingestehen wollte, dass Charlie es nicht schaffen würde..

Am Abend spritzte ich ihm Dimazon, denn er zeigte mehr Anstrengung. Nach ca. 1 Stunde beginnt die volle Stärke des Medikaments und dann geht's ihm am besten. Ich hatte eine Saugunterlage auf sein Kissen gelegt. Die Anstrengung noch auf die Couch zu springen, war zu gross und mir war das Risiko zu hoch, dass er runterfällt, wenn man ihn drauflegen würde.

Wieder verbrachte ich die Nacht im Wohnzimmer und kontrolliere regelmässig seine Atemfrequenz (bis zu 30x pro Minute ist okay. Charlie schwankte von darunter bis drüber). Während er schlief, war die Atmung tiptop, aber sobald er wach wurde, stieg die Frequenz. Ich machte kein Auge zu und als er unters Bett kroch, liess ich ihn gewähren. Vielleicht würde ihn das etwas beruhigen. Irgendwann hörte ich ihn wieder hervorkraxseln, aber er blieb vor dem Bett liegen. Das war kein gutes Zeichen... Und es war pünktlich mit dem Ende der Dimazon-Wirkung. Ich spritzte es ihm nochmals, rief dann aber den Tierarzt an.. Und das um 4 Uhr morgens.. Charlie atmete so schwer, dass er mir wirklich unendlich Leid tat. Meine Verzweiflung wurde immer grösser, weil ich sah, dass ich ihm nicht helfen konnte..
Er solle zum Röntgen und dann schaut man weiter, hiess es nun. Vielleicht würde man mit dem Dimazon in Tablettenform weitermachen. Irgendwie sagte mir das nicht zu. Was wenn es nicht besser ist? Dann wird er trotzdem eingeschläfert und dann kann man ihn aber auch jetzt schon im Beisein seiner Familie erlösen.. Ausserdem machte mir das Dimazon im Zusammenhang mit dem Kalium Sorgen.. Nach einem weiteren halbstündigen Telefonat, denn ich hatte die "dunkle Befürchtung" und leider keine Hoffnung, fiel der Entscheid, dass Charlie jetzt gehen zu lassen...
Das Problem war, dass der Auslöser dieses Lungenödems nicht vom Herz aus war, sondern vom Kreislauf. Auch dass er im Schlaf sehr ruhig atmete und im Wachzustand nicht, sprach dafür, dass es irgendetwas war, was er merkte und ihn in Aufregung versetzte. Eine Blutuntersuchung würde uns hier weiterhelfen, aber was dann...? Die Behandlung wäre sehr aufwendig. Charlie müsste intensiv gehen, an die intravenöse Infusion gehängt werden und mit heiklen Medikamenten behandelt werden, welche regelmässige Blutuntersuchungen verlangen würden.. Allerdings durfte man seine anderen Baustellen nicht vergessen. Er hatte eine starke Niereninsuffizienz, Diabetes, Muskelabbau, Arthrose, etc... Er war ein 17-jähriger Kater und all das zusammen... Wir waren in einer Sackgasse gelandet, denn egal, was wir jetzt versuchen würden, würde ihm wahrscheinlich nicht helfen und auf Dauer würde es an einem Ende kaputt machen, was wir auf der anderen Seite zu helfen versuchen.. Allein das Beispiel mit dem Entwässern, wo doch wegen der Niereninsuffizienz der Körper ohnehin schon zu wenig Flüssigkeit hat und er deshalb Infusionen erhielt.. Im Gespräch mit dem Tierarzt kristallisierte sich das heraus, was ich einfach nicht über die Lippen brachte, aber wohl schon lange wusste... Ich musste Charlie gehen lassen.. Ihn erlösen, damit er nicht all das Leid, welches ihm sonst noch bevorstand, nicht durchmachen musste... Die Wahrscheinlichkeit, dass die Atemnot grösser werde, war ziemlich hoch, da das Problem ja komplizierteren Ursprung hatte und zu ersticken hätte Charlie ganz sicher nicht verdient. Das wollte ich nicht...

Ich "schrie" zu Gott, was ich nur tun sollte und war so verzweifelt wie wohl selten zuvor. Ich wollte meinen geliebten Pitchui nicht loslassen, aber ich musste es - ihm zu Liebe.. Der Anblick tat echt weh und die Zeit, zum Flughafen zu fahren kam immer näher.. Ich fühlte mich total überfordert.
Ich rief meinen Chef an um ihn um Erlaubnis zu bitten, das Euthanasie-Mittel zu holen, denn ich wollte es selbst machen. Zu Hause.
So fuhr ich hin und holte alles, was ich brauchte, doch als ich zu Charlie trat.. Ich konnte es nicht.. Ich konnte es aus dem Grund nicht, weil ich mich nicht wohl fühlte, solang ihn kein Tierarzt untersucht hatte.. Wäre ich zum Beispiel mit der Enddiagnose von der Praxis nach Hause gekommen, hätte ich es gekonnt, aber so hätte ich ein zu schlechtes Gewissen gehabt.. Ich hoffte wohl insgeheim darauf, dass es noch irgendeinen Ausweg gab und nachdem ich über eine halbe Stunde mit mir rang, rief ich dann doch wieder den Tierarzt an und bat um Hilfe..

So musste ich meinen über alles geliebten Charlie am Samstagmorgen 24.08.2013 gehen lassen..

Die Mutter von Ilker (der Freund meiner Schwester) fuhr mich zur Praxis. Ich war nicht fahrfähig.. Er kriegte eine Beruhigungsspritze und danach das Euthanasie-Mittel. So schlief er in meinen Armen ein..
Es war irgendwie wichtig für mich und auf eine Art auch tröstend, dass ich bei ihm sein konnte.. Ich hätte diesen Wunsch nicht über einen weiteren Behandlungsversuch gestellt, aber ich sah keine Hoffnung auf Besserung. Im Gegenteil. Ich hatte die Befürchtung, dass er wenn nicht heute dann am Montag oder Dienstag oder so eingeschläfert werden müsste und wer weiss, was er bis dahin gelitten hätte. Der Ausgang der Geschichte wäre kein anderer als jetzt...

Ich hatte ihm (und mir) einst versprochen, dass ich mit ihm bis ans Ende gehe. Wie gesagt, ich hätte es mir unter anderen umständen sogar zugetraut, dass ich die "letzte Spritze" sogar selbst mache.
Wenigstens hielt ich das Versprechen bei ihm zu sein und es war ein kleiner Trost, dass ich ihn im Arm halten konnte, während er langsam einschlief.. Es kam mir so unwirklich vor, während die Atmung und der Herzschlag nachliessen und dann stoppten.. Mein wunderschönster und liebster Charlie.. Ich hielt ihn noch 10 oder 15 Minuten so im Arm. Streichelte ihn, küsste ihn. Ich kann euch den Schmerz nicht beschreiben.
Für mich ist das nicht einfach "ein Tier". Er war Teil der Familie, Teil meines Lebens. Was diese Katze für mich bedeutete, kann ich nicht in Worte fassen. Ich werde ihn in Erinnerung halten…
Ich bat Ilker sogar noch (so makaber es klingt, das ist mir bewusst..) um ein letztes Foto. Und ich muss sagen, irgendwie bin ich dankbar drum. Es half mir.. Es machte es realer und irgendwie hilft es mir abzuschliessen..

Was nun mit ihm passieren sollte, stand für mich schon lange fest: er sollte kremiert werden. Eigentlich hatte ich immer gesagt, dass ich ihn selbst ins Krematorium bringe, aber da ich nun direkt zum Flughafen musste, war das ja nicht möglich.
Vom Auto aus rief ich im Krematorium an und machte aus, dass Charlie auf Termin nach meiner Rückkehr kremiert werde. So könnte ich dann doch einen Teil meines "Plans" einhalten.
Ich muss sagen, das Ganze hilft mir ziemlich, auch wenn es für den einen oder anderen dumm klingt. Hauptsache ist, dass es für einen selbst stimmt und für mich tut es das.

Das alles war sehr hart. Es waren die schlimmsten Stunden, die ich je erlebt habe. Solche Angst vor einer Fehlentscheidung.. Angst vor dem Verlust meines Schatzes.. Das eigene Überwinden. Hilflosigkeit und Ratlosigkeit. Diese gemeine Ohnmacht. Das alles hat mich echt absolut fertig gemacht.
Da ich dann gleich weg war und nicht im gewohnten Umfeld, wusste ich zwar, was passiert war, aber dennoch realisierte ich es nicht wirklich. Dass Charlie nicht mehr da war..? Unvorstellbar. Es war so unwirklich. Das böse Erwachen erwartete mich wohl bei meiner Rückkehr. Wenn ich ihn nirgends finde.. Wenn ich seinen Futternapf in meinem Zimmer sehe, sein Schlafkissen... Ich fürchtete mich davor.

Ich habe sehr viel über dieses Thema zu schreiben. Da dieser Eintrag schon ziemlich lang ist, entschied ich mich, alles weitere zu unterteilen. Somit bleibt das der Eintrag über das, was am Freitag 23. und Samstag 24.8. passierte und folgen werden dann:

- ein sehr persönlicher Eintrag, wie es mir ergeht
- eine Art Brief an Charlie
- ... und mit der Zeit werde ich wohl noch einen Eintrag (oder vielleicht eine Serie) zu seiner Lebensgeschichte verfassen... Als eine Art Hommage an ihn. Hmm.. Jaaa, da werden wohl noch einige folgen..! Mit Fotos, etc..

Über meinen Besuch im Krematorium werde ich vielleicht auch noch schreiben. Mal sehen.

Jedenfalls... ja... Das war das, was passierte...
Ruhe in Frieden, mein wunderschönster und liebster Charlie.. und geniess den Himmel!
Ich liebe dich… für immer.

(Unser Foto vom 15. Jahrestag..).

Dienstag, 20. August 2013

Pitchui's Baustellen III.


Nun der angekündigte Post zu Charlies Pfötchen. Ich habe ja im Eintrag zuvor berichtet, dass er hinten links einen lateralen (seitlich aussen) Bänderriss im Tarsus (Sprunggelenk) hat. Das geschah wahrscheinlich, als er von meinem Bett sprang - allerdings ist das nicht eine Sache von einem Mal. Das Band war bestimmt schon diverse Male angerissen geworden und bei der krummen Landung von diesem Sprung neulich, hats das Band halt endgültig zerrissen.

Ich habe heute jedenfalls noch Fotos "am Objekt" gemacht um euch mal zu zeigen, wie so ein kaputtes Pfötchen aussehen kann - und keine Sorge, das tat ihm nicht weh..!

Hier seht ihr die rechte Pfote. Ich kann sie nur ein kleines bisschen nach innen biegen, während die linke Pfote...

... gleich einen ziemlich Knick macht. Das ist eben, weil die Bänder aussen gerissen sind und das Gelenk nun nicht mehr stabilisieren.

Hier habe ich versucht, die Unterschiede nebeneinander zu zeigen, aber war nicht so einfach. Ich finde halt auch, dass man es live viel besser sieht, als so auf Fotos... xD'

Ich denke, hier sieht man den Unterschied am besten. Die Beine sind gerade und nur die Pfoten werden nach innen leicht angetippt.

Weil wirs Charlie super-gerecht machen wollten, wurde sogar eine kleine Holztreppe gebaut, weil der Tritt auf das Stühlchen, dass zuvor eh schon dort stand, immer noch etwas hoch war. Leider will er die Treppe nicht... Da springt er ohne Rücksicht auf Verluste lieber gleich hoch, als dass er die benutzt. Also haben wir das Stühlchen wieder hingestellt. Ist besser als gar nichts..... Dieser kleine Sturkopf..!!

Montag, 19. August 2013

Charlie, der Pro! - Pfötchen röntgen...

Soo, es wird mal wieder Zeit für ein Update zu meinem Puschel Charlie.
Wie man in meinem Instagram sehen konnte, war mein Kater wiedermal beim Tierarzt. Ist ganz dumm gelaufen... Dass er Probleme mit seinen Gelenkchen hat und die Muskulatur abbaut, habe ich ja in den vorherigen Posts schon beschrieben. Damit er auf die Couch kann, haben wir ihm ja schon ein Stühlchen hingestellt und das klappt so wunderbar. Geht einfach drum, dass er sich nicht zu sehr anstrengen muss. Dann war ich leider nicht schnell genug, ihn aufzufangen bzw. aufzuhalten, von meinem Bett runtezuspringen.. Er ist wohl dumm gelandet und erstmal umgeknickt. Danach hinkte er schrecklich.. Er konnte kaum gehen und an diesem Tag ging es ihm echt elend.. Ich machte mir riesen Sorgen, weil er echt nur rumlag und wenn dann nur einige wenige Schritte machte um sich dann gleich wieder hinzulegen.
Als ich seine Hinterbeinchen abtastete, fiel mir auf, dass links das Sprunggelenk verdickt war. Allerdings konnte ich nicht sagen, ob das vielleicht schon länger war. Dass er Artrose hat, weiss ich ja und die rechte Hinterpfote knackste eh schon seit ewig, wenn man sie manipulierte. Das Gelenk fühlte sich heisser an als das andere und ich befürchtete eine Entzündung.

Somit packte ich ihn ein und nahm ihn am nächsten Tag mit in die Praxis. Dort wurde eigentlich ziemlich schnell festgestellt, was sein Problem war: Bänderriss. Seine seitlichen Bänder des Sprunggelenks waren dahin.. Ich erstmal gleich schon schockiert, weils in meinem Kopf gleich schon ratterte, was das also für Charlie bedeutete. Wir machten noch Röntgenbilder um mal genau zu sehen, wie es um das Skelett stand. Ich war echt gespannt, das Ausmass seiner Artrose zu sehen. Klingt jetzt bisschen doof, aber so wusste ich nun endlich, wie schlimm es um seine Pfötchen wirklich stand. Er steht ja vorne auch schon so krumm. Allerdings hab ich dann vor lauter Sorge um seine Bänder völlig vergeseen, die Vorderpfoten auch noch auf eine Platte unter die Strahlen zu legen. Na ja, egal. Hinten war jetzt wichtiger.

Hm.. Sein Gedanke hier war wohl ein Hashtag.. "#fml"...
Charlie kontrolliert, dass sie alles richtig einstellen, haha.

Er sitzt hier halt schon bisschen wie ein Frosch.. Armes Huuschii.. Wir mussten vier Aufnahmen machen. Einmal von oben runter (so genanntes "vd" = ventrodorsal) in Normal-/Ruheposition und einmal mit leichtem Anwinkeln (=Stresslagerung) nach innen und auch eine nach aussen, damit wir sehen konnten, wie das Gelenk sich da verhält und wie es aussieht. Als letzte Aufnahme noch seitlich. Überall nimmt man auch die zweite Pfote als Vergleich mit drauf.

Mein Charlie ist jedenfalls echt ein super Patient. Er kann zwar bisschen bocken und knurrt mal, wenn er langsam echt keine Lust mehr hat, aber er wird nie aggressiv oder so. Aber ich glaube, ich wiederhole mich.. xD (zumindest erwähnte ich das schon in vorherigen Blogeinträgen).

Pitchui ist total der "Routinier". Den kann man echt einfach so dortlassen und er bleibt. Das sah dann so ulkig aus, wie er da mit seinen so halb nach hinten gedrehten Ohren da sass und schwanzte, dass ich einfach ein Foto machen musste.

Noch mehr "Doku-Fotos", haha.

Tja, die Röntgenbilder zeigten die böse Artrose. Obwohl es rechts echt immer knackste, war das linke Gelenk viel schlimmer dran mit den Zubildungen.. Vergleicht mal die Knochen beim Gelenk. Das linke Schienbein (Tibia) hat unten beim Fuss so eine Ecke, die rauskommt, was rechts nicht vorhanden ist. Allgemein sieht das Gelenk dort bisschen gar "zu" aus. Ganz schwach sieht man die Weichteilschwellung. Auf dem Bild ist das diese kugelförmige, leichte Aufhellung rund um das Gelenk. Links sieht man es am besten bei der Zubildung. Bänder sind natürlich auf einem Röntgenbild nicht zu beurteilen.

Nun, was kann man da machen? Eine Operation kommt nicht in Frage. Er ist nicht mehr der Jüngste; würde danach ziemlich "handycapiert" sein; nicht zu vergessen, wegen seiner Niere wäre eine Narkose so wie so schlecht und überhaupt mag ich ihm solch eine Strapaze lieber ersparen. Somit bleibt mir die Schmerzbekämpfung in Kombi mit dem Entzündungshemmer. Von "Metacam" wird ja gesagt, es sei schlecht für die Niere und obwohl die Firma neulich erklärte, dass es doch nicht so schädlich sei, gebe ich Charlie trotzdem eine reduzierte Dosis (ca. 1/2 - 2/3 der eigentlichen Dosierung). Falls er nach zehn Tagen immer noch so schlecht liefe, müssten wir halt eine Schiene dran machen.

Glücklicherweise läuft er nun wieder recht gut. Schmerzmittel/Entzündungshemmer wird nun ja abgesetzt und dann mal sehen, wie es ihm ergeht.
Ich werde dann noch einen weiteren Eintrag mit paar Fotos von seinen Pfoten posten.

xoxo!

Freitag, 21. Juni 2013

Pitchui's Baustellen II.

Es reicht ja nicht, dass Pitchui's Nieren auf Selbstzerstörungsmodus gehen, nein, diese Kamikaze-Nieren bauen ja seit einiger Zeit seine Muskulatur ab und nun ganz offiziell bewirken sie auch noch eine Blutarmut. Ich war mit ihm beim Blutcheck und die Nierenwerte sind zwar schlecht, aber wenigstens etwas besser als vor einem halben Jahr. Allerdings zeigt sich nun ein Mangel an Ec (Erythrocytes = Erythrozyten = rote Blutkörperchen), sprich: Blutarmut. Dies bedeutet auch, dass die Sauerstoffversorgung im Hirn verringert ist, weil das ja die Aufgabe dieser Zellen ist und wenn zu wenig Zellen -> zu wenig Sauerstoff. Dies könnte eine Erklärung für seine Müdigkeit sein (also nicht nur altersbedingt) und viiielleicht auch mit dem nachts-Miauen im Zusammenhang stehen - sofern das nun wirklich keine Macke ist. Was ich mir jedenfalls gut vorstellen könnte, wäre dass seine komplett-Tiefschlafmomente damit zusammenhängen. Ich weiss gar nicht, ob ich es schon mal erwähnt habe, aber es kommt zwischendurch vor, dass Charlie im Schlaf richtig tief wegnickt und dann kann man an ihm rütteln und er wacht nicht auf. Als das das erste Mal passierte, war meine Schwester alleine mit ihm und kam total in Panik, weil sie dachte, er sei tot. Und ich muss gestehen, wenn man es noch nicht kennt, kriegt man echt Angst, denn es sieht ganz übel aus. Er ist dann komplett schlaff, reagiert nicht auf Rufen und nicht mal auf Rütteln. Wirklich als wäre er narkotisiert. Wie kriegt man ihn wach, fragt ihr euch nun vielleicht. Nun, am schnellsten geht es, wenn man ihn ganz auf den Arm hebt. Da verändert man seine Position total und man macht das ja meistens mit etwas Schwung, haha. Ich hab sogar ein Video von so einer Tiefschlafszene. Vielleicht lad ich das mal noch hoch oder so.. xD'
Jedenfalls, es gibt ja auch so Tiefschlafmomente, weil die Tiere nicht mehr gut hören und die dann erschrecken, wenn man sie berührt oder anstupft. Aber das ist es ja: wenn man sie berührt, wachen sie auf. Da Charlie jedoch nicht mal dann reagiert, wenn man wirklich stark an ihm rüttelt, kann es kein Problem vom Gehör sondern muss irgendwas vom Hirn aus sein. Als Diabetiker stand ja auch noch die Option offen, dass es von dieser Krankheit auskommen könnte. Gibt oft, dass Diabetiker dann ein Organ haben, welches in Mitleidenschaft gezogen wird und unter Umständen wäre das bei Charlie dann das Hirn. Was er aber auch hat, sind manchmal Zuckungen in den Vorderpfoten, was ja dann vom Nervensystem herkommt und das wiederum mit den kaputten Nieren zusammenhängen könnte. Aaargh..!! Pitchui ist eine komplette Baustelle. Denn wie gesagt, die Muskulatur wird auch abgebaut und das merkt man besonders daran, dass er schmal wird. Mein kleiner "Mischling" (Sibirische Waldkatze mit Norwegischer. Weiss gar nicht mehr, ob einer der Elternteile noch irgendwas Britisches hatte, also auch ein Mix) war schon immer ein grosser Kater und sein durchschnittliches Gewicht betrug 6 - 6,5 kg. Okay, es gab mal noch eine Phase, da war er noch schwerer und damit zu schwer, aber nie so, dass man ihn rollen müsste, haha. Mittlerweile schwanken wir immer zwischen 4,5 bis runter auf 4,2 oder gar 4,1 kg. Das ist ein ziemlicher Unterschied und verdeutlicht Krankheit(en) und Alter. Wenn wir diese Gewichtsangaben x10 rechnen, haben wir ein gutes Vergleichsbeispiel, wie es bei einem Mensch wäre, weil oft höre ich von Kunden "ach, diese 1 oder 2 Kilo..". Klar, scheint vielleicht nicht viel, aber man muss es immer auf den Körper des Patienten beziehen. 2 kg weniger an einem Bernhardiener ist nicht das Gleiche wie 2 kg weniger an einer Katze, weil das Prozentual einfach ganz anders ist. Genau wie ein Tumor von "nur" 3cm Durchmesser z.B. an einem Hamster einfach riesig ist.

Aber wir schweifen ab..! Eben, die Muskulatur nimmt ab, weshalb er dafür eine Kur von Aufbauspritzen (Anabolika) erhielt und das brachte auch etwas Besserung. Wunder sind natürlich nicht zu erwarten (und er wird auch kein Gorilla dadurch.. xD'). Nun kommt ja die neue Kur. Diesmal jedoch mit Erythropoetin, kurz "Epo" und eher bekannt als die "Modedroge" (Doping-Skandale) bei Ausdauersportler. Somit geht Charlie also nebst Bodybuilding nun auch noch unter die Radfahrer..... xD' Ne, also jetzt für die, die das nicht kennen: Epo stimuliert die Bildung der roten Blutkörperchen (beim Sport wird damit gerne geschummelt, weil es die Sauerstofftransportkapazität verbessert). Charlie zeigt eine Erhöhung der Reti (= Retikulozyten; Vorstufe der roten Blutkörperchen), was also heisst, dass er den Mangel an Ecs schon zu korrigieren versucht, aber nicht genug schafft. Mit dem Erythropoetin soll ihm dabei geholfen werden. Wir werden sehen, welche Veränderungen das mit sich bringt.

Das legendäre "Pitchui-Gesicht"!! <3 Ich liebe diesen Blick!

Zugegeben, Pitchui wäre wahrscheinlich schon längst tot, wenn er mich nicht hätte oder wenigstens jemanden, der genauso wie ich jeden "Shice" mitmacht, der sich in den Weg stellt.. Die Kosten (die nicht gerade wenig sind, muss man gestehen..) lass ich mal bei Seite, sondern beziehe mich auf den Aufwand, den das Ganze mit sich bringt. Zum Glück arbeite ich in einer Tierarztpraxis und bin daher gelernt vom Fach. Wir haben schon sehr viel miteinander durchgemacht und geschafft, aber ich bereue nichts davon und solange ich etwas für ihn tun kann, werde ich das machen. Ihm gehts sonst ja gut. Er schmust, er geniesst Sonne und Zärtlichkeiten, sucht unsere Nähe, er frisst - okay, da hat er mal bessere und mal schlechtere Tage, was auf sein Nierenproblem zurückzuführen ist, da Nierenpatienten oft ein Übelkeitsgefühl und deshalb nicht so den Appetit haben. Erhält er seine regelmässigen Infusionen und Medikamente gehts ihm gut. Alle, die nierenkranke Katzen haben, kennen ja diese Probleme und den Aufwand. Im 1. Post zu Charlies "Baustellen" hab ich ja das Nierenproblem erklärt, falls es wer nachlesen mag.

Tja, jedenfalls war das mal ein kleines Update. Anfang Monat berichtete ich ja schon von seinem Miauen und diesen Blogpost hier fing ich schon Mitte Monat an zu schreiben, aber leider kam ich nicht dazu, ihn eher fertigzustellen. Der Tag hat einfach viiiel zu wenige Stunden. Da komm ich ja zu nichts.. xD'

Dienstag, 4. Juni 2013

Wenn Katzen älter werden...

Ich jammer ja zurzeit oft bei jedem, dass ich keine Nacht mehr durchschlafen kann. Und zwar liegt das an meinem Kater Charlie. Seit ungefähr 2 Monaten kommt es vor, dass er nachts zu weinen beginnt. Also weinen, das heisst, er miau und das in 'nem jämmerlichen Ton. Er miaut ja eh seit Jahren nicht mehr oder nur wenn man ihm etwas ganz Leckeres vorbereitet und er seine Ungeduld mitteilen will (oder muss). Ansonsten macht er nur jeweils den Mund auf und wenn man ihn in dem Moment nicht ansieht, würde man gar nicht merken, dass er was sagen will.

Als das mit dem nachts Miauen das erste Mal passierte, bin ich soo erschrocken! Das klang so weinerlich und hilflos, dass ich in dem Moment dachte, irgendwas sei passiert, er habe sich verletzt, sei umgefallen und schaffts nicht mehr auf oder ist irgendwo eingeklemmt oder so. Dabei stand er einfach mitten in der Wohnung und hat gerufen. Durch meinen Beruf kenne ich ja solche Zeichen und dachte mir: "Ja gut, wird wohl ein bisschen senil". Das kommt ja bei älteren Katzen durchaus auch vor. Mittlerweile bin ich mir allerdings nicht mehr so sicher, ob das wirklich Senilität/Demenz ist. Es war mal ein Zeitchen Ruhe, dann wieder eine Zeit, in der er stets um 4 Uhr morgens miaute, dann wieder Ruhe und seit zwei Wochen oder so macht er das jeeeeede Nacht.. Und zwar gleich mehrmals.

Okay, also. Unsicher bin ich mir nun, weil mir auffiel, dass immer, wenn ich wegen seinem Jammern zu ihm kam, er eigentlich gar nicht so verloren und verwirrt da stand, sondern mich dann immer anschaute und gleich an einen Ort lockte. Sei es nun zum Balkon oder in die Küche. Früher kam Charlie ja an die Better und weckte uns, bzw. versuchte bei jedem sein Glück, wenn der Vorherige nicht wach zu kriegen war. Das machte er manchmals auch mehrmals hintereinander. Wenn ich ihm also Futter gegeben hatte und gleich wieder ins Bett ging, putzte er den Napf leer und stand dann wieder laut schnurrend neben mir und wollte, dass ich ihm das Fenster oder die Balkontür aufmachte. Nun ist er wohl dazu zu faul (und seine Faulheit hat in diversen Dingen zugenommen, aber wir wollen mal nicht so sein. Er hat ja seine Gebrechen) und statt sich die Mühe zu machen, zu jedem hinzugehen und zu betteln, ist es nun halt einfacher, mitten in der Wohnung zu sitzen und mit klänglichem Miauen gleich alle miteinander aufzuwecken. Irgendwer wird ja dann garantiert aufstehen - und das bin meistens ich. Ich kann ihn ja nicht einfach da so Gott verlassen rumweinen lassen.. Was mir auch auffällt, ist seine Pünktlichkeit (bis auf ein paar seltene Ausnahmen). Immer schön gegen 4 Uhr morgens..
Die eine Ärztin bei uns in der Praxis glaubt jedoch weiterhin, er sei wohl etwas senil, aber hm. So wie ich meinen Pitchui kenne, hab ich wirklich fast das Gefühl, es sei eine neue "Mode", die er sich angeeignet hat, weil er damit (leider) Erfolg hat. Meine Mutter erzählte mir neulich, dass er ab und zu auch so jammert, wenn sie runter in die Waschküche geht (hört man dann, weil er vor der Tür steht).
Irgendwie scheint es mir so, als fühlt er sich manchmal allein und klagt somit sein Leid in die Welt. Wie gesagt, einen besonders verwirrten Eindruck macht er mir jeweils nicht und wirkt auch nicht "weggetreten", weil das ist ja auch so ein Zeichen. Sie miauen, weil sie es einfach nicht so ganz checken und das kann ja durchaus auch phasenweise sein. Meistens nachts - deshalb ja mein ursprünglicher Verdacht. Auch dass er das nicht nur 1x sondern mehrmals in einer Nacht macht könnte dafür sprechen, dass er nicht weiss, was er will. Und dennoch.. Ich vermute wirklich, das ist seine neue Masche und bin zurzeit dabei, das herauszufinden....... xD'
.. oder zumindest versuche ich es..

Und vielleicht kriege ich irgendwann noch ein Foto davon hin, wie er jeweils duselig dasteht und wartet, bis wer kommt. xD' Aber ich hoffe auch vorallem, dass er das nicht mehr macht x__x Ich bin ja nie jemand gewesen, der das Bett nachts verlässt. Nicht mal aufs Klo muss ich.. Ich schlafe meistens super durch. Daher kann ich mich nicht erinnern, wann ich jemals so oft aufstehen musste und das mehrere Nächte hintereinander.. xD'

Piiitchuiiiiii, komm doch einfach zu mir ins Bett und lass mich schlafen..!! >o<' xD'

Samstag, 23. März 2013

Katzenfummelbrett - self-made | making of.

Wie ihr von den letzten Posts mitgekriegt habt, hielt ich einen Vortrag an der Generalversammlung des Tierschutzes und da ging es unter anderem um das "Katzenfummelbrett". Das erste Mal gesehen, hatte ich es bei VOX in der Sendung "Hund, Katze, Maus" und mir schon lange mal vorgenommen, selbst eins zu basteln - auch wenn ich weiss, dass mein Kater sich dafür eh nicht begeistern lässt. Dafür war er schon immer zuuu bequem und unbeholfen. Nun kommt hinzu, dass er ja auch nicht mehr der Jüngste ist und so. Aber immerhin wurde das Brett nun auch wegen der Präsentation "Katzenfütterung interessant gestalten" gebraucht, also kam ich nicht mehr drumherum.

Natürlich musste ich als erstes die Homepage durchstöbern: www.katzenfummelbrett.ch
Da findet ihr soooooo vieles. Tolle Module, Tipps und Tricks, viele Fotos und somit auch Ideen von anderen Katzenbesitzern, die es nachgebastelt haben. Das Ganze ist eine echt geniale und vorallem auch nützliche Idee. Ich verweise euch an dieser Stelle gerne nochmals auf meine Präsi, die ich halten durfte, in der es um die Natur der Katze geht, wie diese heute bei vielen Katzen untergraben wird und was man dagegen tun kann.
Mein Katzenfummelbrett sollte ja hauptsächlich zum Angucken dienen und nicht irgendwelchen Terminator-Angriffen standhalten. Daher konnte ich es etwas lockerer angehen und hab mich (entgegen meinem eigentlichen Bauplan) für etwas sehr schlichtes entschieden:

Links unten sind Klopapierrollen. Die sind schreg geschnitten und angeklebt. Oben wäre eine Granini-Flasche, die später auf die halbe Grösse geschnitten und ebenfalls aufs Holzbrett befestigt wurde. Ich hatte sie geklebt, aber wahrscheinlich wäre es besser, sie anzuschrauben.. Die Fläche für den Klebstoff ist zu wenig und wenn da 'ne Katze drangeht, die etwas rabiater rumfummelt, reisst sie es vielleicht ab. Dann, mittig ist ein Eierkarton und dieses Dings von Toffifee xD Unten die berühmte Cola-Flasche und rechts davon sind Holzstäbchen. Rechts oben wären noch Haushaltspapierrollen in Pyramidenform, denen aber noch die Löcher fehlen.. xD' Kommt noch!

Nun gehts ans Making of!
Weil ich noch nicht wusste, wie gross mein Brett sein würde, hab ich beschlossen, die Module vorab einzeln zu basteln (sofern möglich) und dann die Massen vom Gesamten abschätzen. Das Modul mit den Klopapierrollen hab ich zuerst auf ein Karton geklebt und die Pyramide war ja einfach abzumessen. Auf das Holzbrett kamen dann Markierungen für die Holzsstäbchen, die eine Mindestlänge von 4,5cm haben sollten.
Hier schneide ich gerade die Löcher in die Pyramidenrollen. Charlie durfte dann mitm Pfötchen herhalten, ob das so auch geht xD Was übrigens die Lochgrössen angeht: die müsst ihr bisschen eurer Katze anpassen. Klar, je kleiner das Loch, desto schwieriger ist es dann, an das Futter heranzukommen, aber wenn die Pfote nicht mal reinpasst, hat das Ganze ja null Sinn.
Die Löcher in die Flaschen, bzw. die Granini-Flasche köpfte ich mit einem Küchenmesser. Anders war sie nicht kleinzukriegen... Aber bitte, bitte, bitte, Vorsicht! Nicht dass dann noch ein Finger auch mit ab ist..!
Eigentlich wollte ich dann noch ein Modul machen, bei dem die Katze eine Flasche kippen muss, damit das Futter rausfällt. Auch wollte ich so ein "Netz" spannen, bei dem die Futterstücken darunter liegen oder bisschen mehr mit Joghurt-Bechern. Allerdings dachte ich mir dann, dass es vielleicht too-much wäre, wenn ich das dann vorstelle. Will die Leute ja nicht abschrecken..! Deshalb sieht's halt irgendwie bisschen fad aus. Meine Sis meckerte deswegen die ganze Zeit, dass das gar nicht nach einer Arbeit von mir ausschaue - ich bin ja eigentlich Perfektionistin... Aber solche Bretter kann man ja auch nach und nach ergänzen (oder mit der Zeit bestimmt auch reparieren.. xD) und naja, ich hab ja keinen Tiger zu Hause, der das ganze Ding auseinander nimmt.

Und da wären wir schon beim nächsten Schritt: der Test am lebenden Objekt. In meinem Falle kriegte es natürlich mein Kater vorgesetzt und wie ihr aufm Foto seht: Begeisterung sieht anders aus... Er kam erst ganz gierig, weil ich mitm Futtersack geraschelt hab, aber dann kippte ich es ja über die Stäbchen. Na ja, ich glaube, in dem Moment hat er mich gehasst.. Er fand das nämlich 'ne ganz dumme Idee xD'
Das demonstrierte er dann auch, in dem er einfach die Stückchen ausserhalb futterte.. Aber ok, ich habs nicht anders erwartet. Einen alten Kater noch an sowas zu gewöhnen, ist schwierig. Da heissts einfach: versuchen. Wenns klappt, dann ist super, aber wenn nicht, dann eigentlich nicht soooo verwunderlich.. Ausserdem hatte ich schon mal versucht, seinen Killerinstinkt zu wecken und legte ihm für den Anfang mal einen kleinen halb zerrissenen Futtersack hin, bei dem er das Futter rausholen sollte. Na ja, wie soll ich sagen..? Pitchui wäre jetzt in der Wildnis verloren.. xD Er schnupperte und fummelte schon bisschen was am Sack herum, aber das war dann mehr ein Streicheln, das natürlich nix brachte und natürlich wurde dann verzweifelt zu mir geschaut, damit ich ihm helfe. Von dem Ganzen gibt's noch ein (laaanges) Video... xD' Was für 'ne Unbeholfenheit. Aber ich liebe ihn <3!

Jedenfalls, lasst euch von meinem Scheitern nicht abhalten oder gar demotivieren! Auf keinen Fall!! So ein Katzenfummelbrett ist was ganz Geniales für Katzen - für die Einzelne, aber auch für mehrere! Googelt euch mal durch. Auf Youtube gibt es x Videos dazu. Vielleicht bringe ich mein Brett einer Freundin und teste es an ihren Katzen aus. Die würden sich bestimmt dafür begeistern lassen und natürlich würde ich dann auch Beweisfotos machen :3

Viel Spass beim Basteln!! xoxo.

Dienstag, 5. Februar 2013

"De Best wo's je häts gits"

Oder zu Deutsch (.. korrektem Deutsch, denn das ist nicht mal auf Schweizerdeutsch richtig.. xD): Der Beste, den es je gab. Hach, ich liebe dieses Tierchen <3!

Mittwoch, 16. Januar 2013

15 Jahre - mein Pitchui und ich <3!

Mein Charlie und ich haben heute "Jahrestag" <3
Seit 15 Jahren unzertrennlich! Und hoffentlich noch viele, viele mehr!! Er ist einfach der Beste..!!