Montag, 30. September 2013

.. in progress.


Wer das wohl sein könnte.... Ist irgendwie eines oder das Aufwändigste, was ich je gezeichnet habe. Okay, da gibts ja noch das Fanart zu Kanon Wakeshima, welches wegen dem reelen Stil auch sehr zeit- und nervenaufwändig war und da fluchte ich ja schon so.. Aber ich möchte Charlie auf dieser Illu möglichst originalgetreu treffen und für mich als Perfektionistin ist es natürlich klar, dass ich dafür die richtigen Farben und die richtigen Fellmuster an den korrekten Stellen haben will. Ausserdem soll das Fell flauschig aussehen und somit geht schon einiges an Zeit dafür drauf.
... wie bist du bloss so perfekt, Pitchui?! <33

Donnerstag, 26. September 2013

Charlie is back home...

.. in einer kleinen Holzkugel ist er wieder da.

Für mich stand schon immer fest, dass ich meinen Kater nach seinem Tod wieder bei mir haben möchte. Ohne eigenen Garten ist die eleganteste Methode dafür über eine Urne.

Vielleicht ist einigen von euch das nicht bekannt, aber auch bei den Tieren ist eine Kremation eine Möglichkeit und sowohl für mich, als auch für unzählige andere Tierbesitzer, ist das eine so schöne Art von seinem Tier Abschied nehmen und trauern zu können.
Das Krematorium meiner Wahl war hierbei eines, welches ich von der Arbeit in der Tierarztpraxis gut kenne: das Tierkrematorium Seon.

Da ich ursprünglich nicht damit gerechnet hätte, dass das Ganze mit meinem Urlaub kollidiert, hatte ich mir auch immer vorgenommen, dass ich ihn sogar selbst ins Krematorium bringe. Wie man in vorherigen Posts lesen konnte, musste ich allerdings ja dann direkt zum Flughafen und somit holte der Kurierdienst des Krematoriums meinen Kater ab. Ist aber vielleicht auch ganz gut so. Ihn direkt nach dem Einschläfern dorthin zu fahren, wäre in meinem Zustand wohl dann eh nicht möglich gewesen.. Was ich aber auch wollte und sehr froh darüber war, dass das klappt: bei der Kremation dabei sein und ihn dann mitnehmen.
So wurde Charlie meinen Urlaub über im Kühlraum gelagert und ich machte einen Termin am 16. September aus.

Ich fuhr schon früh los, damit ich 1. sicher rechtzeitig ankomme und 2. falls es möglich wäre, somit auch länger mit Charlie sein könnte. So kam ich eine halbe Stunde eher an und wäre der Morgenverkehr auf der Autobahn nicht so geladen gewesen (wobei es hätte schlimmer sein können..), wäre ich sogar noch früher angekommen. Es regnete an diesem Tag.. Selbst der Himmel weinte wohl mit..
Die Dame brachte Charlie in einem Körbchen zu mir ins Zimmer. Er war mit einem dunkelblauen Tuch zugedeckt. Sie bereitete mich darauf vor, dass Tiere im toten Zustand nicht unbedingt schön anzusehen sind. Die Augen fallen zurück, sie sind starr und kalt, etc. Aber das kannte ich ja bereits. Als sie das Tuch wegnahm.. Keine Ahnung.. Ihn wieder zu sehen.. Dieser erste Moment, der hat es ziemlich in sich. Er tat echt weh und es war schon irgendwie ein bisschen ein Schock.. Aber ich bin froh, bin ich hingegangen.
Charlie lag schön. Er lag etwas eingerollt und genau so sah es aus, als würde er schlafen. Er war erst seit einer Stunde aus dem Kühlraum raus und noch sehr, sehr kalt. Ich wurde mit ihm allein gelassen.
Sein Fell war so flauschig und weich. Es tat so gut, ihn zu streicheln. Er roch sogar noch nach "Charlie".. Ich legte ihm zwei Bändchen an. Ein orangenes und eines aus Wolle mit einem goldenen Faden. Es sollten Freundschaftsbändchen symbolisieren und ich hatte ihm von meinem Band jeweils ein Stück abgeschnitten. Das würde dann mit ihm kremiert werden und somit hatte er immer etwas bei sich, von dem ich das andere Stück auch hatte. Keine Ahnung, aber irgendwie gefiel mir diese Idee. Selbst meine Schwester und ihr Freund "machten mit". So tragen wir diese Bändchen..


Ich war echt froh, war ich früher da. So konnte ich eine ganze Stunde noch mit ihm sein. Ich weinte, ich erzählte, ich redete mit ihm.. Ich klagte ihm mein Leid und sagte, dass er mir fehlt. Das er der Beste war, den es gibt. Dass ich ihn nie vergessen werde und er sich im Himmel hoffentlich auch an mich mal erinnert. Ich hoffe, dass er dort oben auf uns herabschaut und dass er weiss, wie sehr wir ihn lieben und vermissen. Dass es mir sehr schwer fällt, ohne ihn zu sein und dass ein Teil von mir und meinem Herzen mit ihm starb.. Dass ich gerade nicht so recht weiss, wo oben und unten ist und dass ich ihn an meiner Seite wirklich gebrauchen könnte.. Ich liebe dich so sehr, Charlie.. Mein kleiner Pitchui...
Wie sehr hoffte ich, dass er jetzt einfach durch ein Wunder erwacht.. Ich schnitt ihm nochmals paar Härchen ab und packte sie ein. Nach der Kremation würde ich ja nie wieder was von ihm sammeln können.. Das war irgendwie ein echt unschöner Gedanke.. Er tat weh..


Ich nahm Charlie auf den Arm und blieb eine Weile so. Die Dame hatte zuvor Pfotenabdrücke von ihm genommen. Das ist ein besonderes Geschenk des Krematoriums und ich finde das so unendlich süss... Das ist nochmals bisschen was persönlicheres von ihm.


Leider war die Stunde irgendwann rum und der Ofen war bereit.. Ich hatte Charlie auf dem Arm und brachte ihn auch so in den Funktionsraum. Ich legte ihn auf die Liege und verabschiedete mich von ihm. Die Luke war schon offen, als ich nochmals um einen letzten Kuss bat. So stoppten sie kurz und ich konnte mich ein letztes Mal von seinem Körper verabschieden. Ich würde ihn nie wieder sehen.. Das war so ziemlich der härteste Moment bei diesem ganzen Besuch. Ihn tot zu sehen, war erträglich. Ihn in diesem Ofen verschwinden zusehen, aber mehr als grässlich. Dennoch war ich froh, dabei zu sein. Bis zum allerletzten Moment..


Ich wartete. Es dauerte über eine Stunde, fast 1 1/2.. und dann sah ich die Dame wieder mit einem blauen Papierbeutel kommen. Da war dann die in einem Stoffsäckchen eingepackte Holzkugel-Urne. Für das Modell hatte ich mich zuvor schon entschieden und da alles schon im Vorfeld geklärt war, hatte ich auch kein spezielles Gespräch mehr mit der Dame gehabt.
Nun wurde nur noch die Rechnung beglichen und ich konnte meinen Charlie als Asche wieder mitnehmen... Ich musste weinen, als ich die Urne sah... Nun war es endgültig.. Ich habe alles, was ich für und mit Charlie machen konnte, getan. Nun steht mir nur noch die Trauerzeit bevor....

Ich danke dem Tierkrematorium Seon, die ihre Sache so gut und so korrekt machen. Sie tun alles und sind sehr liebevoll. Ich kann dieses Krematorium nur empfehlen und wer mehr wissen mag, kann sich mal auf deren Homepage umsehen. Zwar musste ich ein Stückchen fahren, aber das war es wert.. Ich bin zufrieden damit und habe so einen schönen Abschluss für Charlie.

<'3 ...

Dienstag, 24. September 2013

An Charlie...

Ich habe schon was bei Instagram gepostet.. (daher kann es sein, dass dem einen oder anderen Teile davon bekannt vorkommen). Allerdings musste ich es dort stark kürzen und überhaupt, wollte ich in meinem Blog meinen "Brief" an ihn schreiben.

An meinen wunderschönen Kater Charlie… Meinen besten Freund, meine Grosse Liebe.
*01.05.1996 - 24.08.2013..

Du hast mich nun seit Kindheit an begleitet. Wir haben sehr viel zusammen durchgemacht. Viele Höhen und Tiefen. Wenn's mir schlecht ging, holte ich bei dir Trost und wenn es dir schlecht ging, wich ich nicht von deiner Seite und passte auf dich auf. Egal, was sich uns in den Weg stellte, wir räumten es gemeinsam bei Seite. Du warst immer ein Kämpfer und was auch immer ich tun konnte, liess ich niemals unversucht. Du warst mir alles Wert und ich entschied mich immer für dich.
Das Band zwischen dir und mir war ein ganz besonderes und sehr starkes. Ein Leben ohne dich - für mich nach so vielen Jahren unvorstellbar.
Wenn ich mal weg war, hast du vor der Tür gewartet, gingst unzählige Male in mein Zimmer auf der Suche nach mir und sogar der Appetit verging dir.. Selbst zu der Zeit, in der ich dachte, dass du mich nicht mehr leiden kannst und manchmal ignoriertest, erzählte man mir, dass du so reagierst.
Ich war immer sehr stolz, dass du "mein Büsi" warst. Keiner war besser, keiner schöner und niemand durfte dir je was zu leide tun oder schlecht reden.

Du warst ein armer Tropf.. Musstest sehr viel durchmachen. Hattest diverse Baustellen und wir hätten dich einige Male beinahe verloren. Erst hattest du ein Blasenproblem, einige Jahre später Diabetes.. Leider kam im Winter noch ein bereits vermutetes Nierenproblem zum Vorschein und nebst der Arthrose, zuletzt auch noch Blutarmut und einen Epilepsie-Anfall.. Aber wir haben nie aufgegeben!
Mir ist klar, dass du ohne all die Behandlungen, die ich immer mit dir machen musste, schon längst nicht mehr da gewesen wärst und doch tat es mir oft leid, dass ich dich damit nerven oder plagen musste. Ich hoffe nur, dass du mir das nicht übel nimmst, mir verzeihst und weisst, dass ich dich wirklich über alles liebe.. Dass du mein Ein & Alles warst, bist und bleibst.

Jeder weiss, dass du für mich die Nr.1 warst. Über dich konnte ich immer und stundenlang reden. Dich ansehen, dich streicheln.. Es tut mir leid, dass ich mir dennoch an manchen Tagen nicht genug Zeit für dich genommen habe..

Jetzt bin ich leider allein.. Die letzte Hürde war leider eine Sackgasse, aus der ich dir nicht mehr helfen konnte.. so sehr ich es auch wollte.. Es zerreisst mir das Herz. Der "letzte Entscheid" war für mich das Schlimmste, was ich je tun musste. Dich gehen zu lassen das Härteste.. Doch du hättest das, was dir sonst bevorstand, nicht verdient.. Dass ich dir das ersparen konnte und dass es dir jetzt sicher besser geht, ohne Krankheiten, ohne Schmerzen, ist mein Trost.. Und auch (selbst wenn es vielleicht blöd klingt) dass ich bei dir sein konnte, als es soweit war. Ich hatte dir mal versprochen, dass ich mit dir bis ans Ende gehe und das habe ich getan.. Ich hoffe, du konntest deine 17 Lebensjahre geniessen, genauso wie ich die Zeit mit dir genossen habe..

Und hey.. ich hab dir ein paar Härchen ausgezupft und abgeschnitten. Ich trage sie immer bei mir.. Selbst die Aufnahme von deinem Schnurren höre ich mir immer wieder an. Du weisst ja, ich liebe es, damit einzuschlafen. Immer wieder schaue ich mir Fotos und Videos an und obwohl es an (oder wohl eher über) die Tausende geht, sind sie mir irgendwie nicht genug.
Ich muss gestehen, ich realisiere noch nicht so wirklich, dass du nicht mehr wiederkommst.. Es fällt mir schwer zu glauben, dass das kein böser Traum ist und ich gleich aufwache, weil du laut schnurrend ganz nahe an meinem Bett stehst oder schmatzend dein Trockenfutter frisst oder im Wohnzimmer miaust, dass man die Balkontüre aufmachen soll.. Oder Futter geben.

Ich vermisse dich.. Ich vermisse deine Augen, dein Fell.. Deine Wärme, dein Atmen und deinen Herzschlag.. Deine Stimme, dein Miauen.. Dein Schnurren, deine Macken und vor allem dein Wesen.. So einen Kater wie dich gibt es nirgendwo und niemals mehr wieder. Es war und ist mir eine Ehre, dass ich dich all die Jahre bei mir hatte..


Die Insulin-Spritzen, die du 2x täglich haben musstest, liest du ohne weiteres über dich ergehen. Irgendwie schweißte uns das noch mehr zusammen. Das merkte ich gut. Anfangs hatte ich ja Angst, dass du mich dann meiden würdest, aber das Gegenteil war der Fall. Du kamst mit der Zeit sogar pünktlich zu den Injektionszeiten zu mir, haha.
Mit dem Nierenproblem kamen leider noch Infusionen dazu, aber da brauchtest du das Insulin zum Glück nicht mehr. Blieb dir wenigstens das erspart. Schade, dass du die Fortekor-Tabletten nie freiwillig genommen hast.. Die schmecken doch so lecker nach Vanille!

Du warst immer sehr folgsam und wehrtest dich nie. Egal ob es darum ging, dich zu verarzten, dir Blut abzunehmen, dich zu Baden oder gar einfach zu bürsten - okay, doch, das mochtest du an den Hinterbeinen so gar nicht..! (und die Fortekor-Tabletten waren auch doof..). Auch zu den anderen Katzen warst du ein unschlagbarer Rüpel. Erst nach einigen Jahren hast du wenigstens mit dem Nachbarskater Leo Freundschaft geschlossen, aber davor hast du ihn oft zünftig vermöbelt. Oder den Hund der Bravos die Treppe runtergekickt..
Ich hab neulich an meinem Knie tatsächlich eine Narbe (eigentlich vier) gefunden, die ich dir zu verdanken habe, mein kleiner "Spinelli". Das war noch zur Anfangszeit bei uns. ...Pitchuiii, ich hab dich da doch nur vom Fenster weggeholt, weil der Nachbarsjunge mit einem Laserpointer auf dich zielen wollte..! -.- Aber na ja. Die dicksten Freunde blieben wir trotzdem.
Ich gab dir auch oft von meinem Essen ab. Früher musste ich es wegen meinem Vater heimlich machen, aber siehe da! In den letzten zwei - drei Jahren hat plötzlich er damit angefangen. Du hast ja dann auch dick Freundschaft mit ihm geschlossen. Ihr Wohnzimmer-Chiller.

Du hast gerne Pingu "geschaut". Wenn das im Fernsehn lief, hast du wie gebannt auf den Monitor gestarrt. Ich weiss nicht, was du genau gesehen hast oder ob es nur die Laute waren. Aber dass du bei Pingu immer die ganze Zeit die volle Aufmerksamkeit auf den Fernseher gerichtet hast, vergesse ich nie.

Ich bin froh, dass deine Vorbesitzer so doof waren und dich bei ihrem Umzug einfach zurückgelassen haben.. So hatten wir und auch du das Glück, dass du bei uns gelandet bist. Ich hätte dich niemals wieder hergegeben. Du mein Alles.

Mit dem Alter wurdest du im Skelett ja bisschen wackeliger und langsamer. Ausserdem auch allgemein etwas bequemer.. Früher hast du dich noch auf den Rücken gerollt, aber mittlerweile beliesst du es beim Seitlich-Liegen mit bisschen "Kopf-drehen", haha. Aber hey! Ich versteh dich da vollkommen. Ich hab's mal (unbewusst) nachgemacht und das tut gut, haha xD
Du hattest viele Macken, die ich wirklich an dir liebte.

Es gibt sooo vieles über dich zu erzählen. Immer wieder fällt mir Neues ein. Du warst ein echt intelligenter Kater - auch wenn wir gerne sagten, dass du etwas doof bist. Dabei bist du echt nicht zu unterschätzen! Als wir das Netz am Balkon frisch angebracht hatten, bist du uns trotzdem einige Malen entwischt, bis wir herausgefunden haben, wie du das machst: Du bist auf das Geländer gesprungen und hast dich ins Netz gekippt und so fallenlassen. Ja, ja..
Gab aber schon auch Momente, in denen ich mich fragte, wie du nur auf die Idee kommen konntest, dass das funktioniert.. xD' Als du zum Beispiel im Fenster steckengeblieben bist, weil der Rollladen zu weit unten war (und meine Mutter und ich beim dich Rausziehen im Dornbusch landete..). Oder allgemein deine Schusseligkeit oder Unbeholfenheit. In der Wildnis wärst du verloren gewesen, Pishui…. xD Aber das macht nichts. Du warst genau perfekt, so wie du warst.

Genug nonsense. Ganz ehrlich, Charlie.. Du fehlst vielen. Du fehlst der ganzen Familie und unseren engsten Freunden. Ich hab keine Ahnung, wie ich ohne dich soll und trotzdem muss. Mein Puschel.. Ich liebte es so sehr, an regnerischen oder verschneiten Tagen mit dir im Bett zu liegen und zu schlafen - oder Gossip Girl schauen, hehe. Oder wenn die Sonne ins Zimmer auf uns schien. Das haben wir beide immer sehr genossen. Mit deinem Schnurren einzuschlafen.. mit deinem ruhigen Atem.
Charlie, ich weiss nicht, ob du verstehst, wie sehr ich dich liebe. Ich habe mich sehr oft gefragt, ob du mich genauso magst wie früher - die Zeit in der ich dich nicht mit Infusionen und Tabletten usw. plagen musste.. Ich hoffe es einfach und es tut mir wirklich so Leid.. Allerdings hatten wir mit all den Behandlungen noch wunderbare Jahre miteinander. Der Wechsel in ein Leben ohne dich ist extrem hart. Nun kann ich dich nicht mehr suchen und streicheln und küssen kommen, wenn ich Heim komme. Kann nicht mehr bei dir Trost suchen… Kann dir nicht mehr ein bisschen Schinken vor die Nase halten oder dir eine Freude bereiten, wenn ich ein neues Futter aufmache. Kann dich nicht mehr mit Streicheleien verwöhnen. An den Rippen mochtest du es besonders oder am Hals. Hinter den Öhrchen oder am Kinn. Nun kann ich dich nicht mehr verwuscheln; nicht mehr riechen.. Kann nicht mehr mit dir reden und deine Reaktionen abwarten. Kann dir nicht mehr in deine wunderschönen Augen sehen….

Ich könnte noch so viel schreiben, aber… Ich bete nun nur noch zu Gott und bitte Ihn, dass Er dich bei sich aufnimmt.. Und ich stelle mir vor und hoffe, dass du dort oben im Himmel auf mich wartest, so dass ich dich eines Tages wiedersehen kann. Und bitte, bleib so, wie du bist..
Du warst das beste Geburtstagsgeschenk, das ich je hätte kriegen können.. Leider wirst du nie verstehen, was du mir bedeutest und wie unendlich ich dich liebe.
Nichts kann dich je ersetzen oder die gigantische Lücke, die du hinterlässt, füllen.. Du bist etwas ganz Besonderes. Du bist der Beste, den es je gegeben hat. Ich werde dich niemals vergessen und du wirst für immer einen ganz grossen und ganz besonderen Platz in meinem Herzen haben. Hoffentlich bist du jetzt ein kleiner Engel, der auf mich aufpasst. Warte auf mich, mein wunderschönster Schatz.. Mein liebster Pitchui.. Mein Charlie...

Donnerstag, 19. September 2013

Seminar-Wochenende mit Royal Canin

Am Wochenende war ich von der Arbeit aus an einem Seminar von Royal Canin. Es ging um Kommunikation, Bedürfnisse des Kunden zu erkennen, etc. mit Verkaufstraining, welche Begriffe man meiden sollte, was man stattdessen sagen soll, usw. Das Seminar war wirklich gut und gefiel mir total! Ich war ja mit einer Mitarbeiterin dort und während die total nervös war, hatte ich gar keine Zeit gehabt, Nervosität aufkommen zu lassen. Ich war einfach gespannt, haha.
Allerdings begann der Tag total schief. Fing schon damit an, dass ich um 15 Minuten verschlafen hatte und das waren die kostbaren Minuten, die ich wirklich gebraucht hätte. War nämlich gleich schon hektisch, ich fand die Sachen nicht (weil die Hälfte davon noch in meinem Urlaubskoffer vom Vortag lag), etc. etc.. Meine Tasche für das Hotel war noch nicht gepackt, ich musste dann noch 3x wieder zurück ins Haus, weil ich noch dieses oder jenes vergessen hatte und ich hätte um Haaresbreite meine Kollegin angerufen und gesagt, dass ich nicht komme. Denn so, wie mein Morgen gerade lief, würde ich mich wohl noch verfahren... Hätte ja gerade noch gefehlt - und btw. war mein Navi-System unter anderem etwas von dem, weswegen ich nochmals nach Hause musste. Weiter ging es dann damit, dass an der Tankstelle x Autos schon standen und ich eh schon 10 Minuten im Verzug war. Argh..! Gut war allerdings (was ich zu dem Zeitpunkt zwar noch nicht wusste.. xD), dass meine Kollegin eh auch 10 Minuten verspätet war und so hob es sich wieder auf.

Entgegen der Befürchtung, dass es in den Tunnel Stau gibt, ging es aber ganz gut und so kamen wir beide rechtzeitig an. Mit der Seilbahn ging es vom Parkplatz hoch zum Hotel.

Seminar- und Wellness-Hotel Stoos **** 

Ich, schön eingepackt.



Das Seminar ging um 10 Uhr gleich los und wir trafen einige schon bekannte Gesichter an. Die Seminar-Leiter und -Coaches kannten wir ja schon. Der eine ist "unser" Aussendienstmitarbeiter von Royal Canin, der unsere Praxis betreut und der andere, Marius Boesch, ein ehemaliger Profi-Hockeyspieler, der mittlerweile Coach-Trainings anbietet. Die beiden sind zurzeit auch bei uns in der Praxis für Coachings. Sie begleiten uns im Arbeitsalltag und geben uns Tipps oder weisen uns auf Dinge hin, die wir besser machen/sagen könnten. Ich liiiiebe die Tage, an denen sie da sind, haha. Ich mag die beiden total! Dementsprechend versprach ich mir schon im Vorfeld ein cooles Seminar, denn diese beiden Herren sind einfach zu cool xD ... und später dann Wellness….!!
Meine Kollegin und ich waren in der 6er-Gruppe des Aussendienstmitarbeiters. Insgesamt gab es fünf solche Gruppen (... und Frauen-Power puuur xD).

Das Mittagessen war für mich vegetarisch und ich fand's lecker.

Am Nachmittag ging es genauso spannend weiter, wie am Morgen und plötzlich war es schon soweit: Wellness-Zeit..! Wir mussten uns aber ein bisschen beeilen, weil in 1 1/2 Stunden mussten wir wieder an der Rezeption stehen. Zum Abendessen würde es nämlich mit einer Gondelbahn, die extra für uns in Betrieb gesetzt wird, in ein Restaurant an der Bergspitze gehen. Da mussten wir natürlich pünktlich sein, sonst konnte man nicht mit.
So schmissen wir uns ganz schnell in unsere Bikinis und Bademantel und sind runter. Der Whirlpool draussen war cool, aber das wieder-Aussteigen soooo hart.. xD Im Saunabereich fanden wir dann ein bequemeres Sprudelerlebnis. Ich hab leider total verpeilt, davon Fotos zu machen.. Daher verweise ich gerne auf die Homepage dieses hübschen Hotels! www.hotel-stoos.ch

Wir kamen ganz knapp zu der vereinbarten Zeit an der Rezeption an und schon ging es zur Gondel. Meine Mitarbeiterin hatte Höhenangst. Das war weniger cool... Oben angekommen hatten wir aber eine hammermässige Aussicht..!


Zu Essen gab es das:
Tartaren-Hut.

Da klatscht man das Fleisch auf diesen eisernen Hut mit den Haken. Mir hat's echt geschmeckt! Ausserdem wurde mein Wunsch nach Reis an diesem Abend auch noch erhört (auch wenn da noch Pommes liegen.. Da wusste ich noch nix vom Reis.. xD'). Jackpot!
Die Stimmung war genial. Wir konnten alle so ohne Ende reden, albern und so, dass es von mir aus noch gerne länger hätte gehen können.
Eine kleine Fortsetzung gab's dann an der Bar im Hotel - wo ich vom Barkeeper mehr oder weniger "ausgelacht" wurde, dass ich mir einen Ice Tea bestellt hatte.. °-°' Egal, haha!


Am nächsten Morgen ging es mit gleich guter Stimmung weiter. Und echt interessant! Diesmal ging es um die LIFO-Methode. Wir mussten im Vorfeld 18 Fragen beantworten, bzw. die vier gegebenen Antworten so einordnen, wie sie für uns am zutreffendsten waren. Das wurde dann ausgewertet und ergab, welchen Stil wir präferiert einsetzen: Unterstützend/Hergebend, Bestimmend/Übernehmend, Bewahrend/Festhaltend, Anpassend/Harmonisierend.
Ich finde das SO spannend, echt! Ihr solltet auch mal so einen Test machen. Ich hab euch noch eine Kurzinformation plus sogar den Eintrag bei Wikipedia rausgesucht. Und für die, die es googeln: LIFO steht für "Life Orientations".

Ansonsten gab es sehr viele Rollenspiele in diesen zwei Tagen, in denen wir üben konnten, wie wir im Gespräch mit dem Kunden reagieren können/sollen, wie man die Gespräche führt, etc. Jetzt nur noch weiterhin üben und dann klappt das, hehe.

Nach dem Kurs gab es ein Diplom und um dem Stau zu entkommen, entschieden wir uns dazu, erst später loszufahren und die Wartezeit mit Wellness totzuschlagen. Könnt's besser sein? Ne, haha.
Wie gesagt, dieses Seminar-Wochenende war so toll. Ich hatte Spass und vor allem war es sehr lehrreich. Würde ich jederzeit gerne wieder mitmachen.

xoxo! <3

Mittwoch, 18. September 2013

Ohne Charlie - So geht es mir..

Ich habe diesen Text stückweise während meines Urlaubs geschrieben. Mir fehlten oft die Worte oder ich mochte nicht, etc..

Es sind nun einige Tage vergangen.. Der schlagartige Umgebungswechsel liess mich Charlie's Fehlen irgendwie weniger spüren. Ich hätte ihn im Urlaub ja so oder so nicht dabei gehabt und so fühlte es sich irgendwie so surreal an, dass ich ihn nicht mehr antreffen würde, wenn ich zurückkäme. Wäre ich von der Praxis nach Hause gekommen, ohne Charlie, wären diese Wochen sicher anders verlaufen, denn man merkt seine Abwesenheit in jeder Ecke, jedem Quadrat- und Kubikzentimeter..
Ich schaute mir wirklich immer und die ganze Zeit Fotos und Videos von ihm an. Hörte mir sogar die Aufnahme an, die ich von seinem Schnurren genau eine Woche zuvor gemacht hatte.. Die Menschen um mich herum meinten, ich solle das lassen. Ich solle "abschalten und Urlaub geniessen". Ich solle nicht in der Wunde stochern, das sei doch masochistisch.. Aber ich gab dem kein Gehör. Nur weil ich die Fotos nicht sehe oder nicht von ihm rede, heisst es nicht, dass ich nicht an ihn denke. Ausserdem halte ich es persönlich für falsch, in die Trauer anderer reinzureden. Jeder muss selber schauen, wie er klarkommt.
Von meiner ehemaligen Chefin erhielt ich eine sehr tröstende Mail. Sie kennt mich gut und weiss, wie sehr ich an Charlie hing und was das nun für mich bedeutet. Selbst die andere ehemalige Tierärztin sagte immer, sie hoffe, sie müsse den Tag nicht miterleben, an dem ich Charlie einschläfern müsste..

Ich bin jemand sehr emotionales. Beginnend bei banalen Sachen wie, dass ich bei Filmen (oder auch Liedern) bei traurigen oder kitschigen Stellen weinen muss oder mitleide, bis über zu den realen Dingen des Lebens.
Ich bin vor lauter Liebeskummer schon mal zusammengebrochen, war mehrere Tage am Stück wach, konnte für eine Zeit nichts oder kaum noch was essen, hatte monatelang Schlafstörungen, bei denen ich vielleicht, wenn ich Glück hatte, ca. 2 Stunden (maximal 3) einnicken konnte.. Und doch fühlte ich mich noch nie so hilflos, so ratlos, so überfordert und so allein, wie in dem Moment, in dem es um das Leben oder Sterben meines Katers ging.. Noch nie tat mir etwas so weh.. Es waren die schlimmsten Stunden meines Lebens.
Ich hatte noch nie so Angst, einen Fehler zu begehen - egal, wofür ich mich entscheiden würde. Ich versuchte zu deuten, was er wohl wollen würde. Versuchte rational zu denken, was wäre das Beste, was waren die Aussichten bei welcher Entscheidung. Ich wollte die Hoffnung nicht aufgeben, aber wollte auch nicht, dass eigener Egoismus oder "ihn nicht loslassen zu wollen", auf seine Kosten ging.

Ich hab ein gutes Bauchgefühl, habe unzählige Male Vorahnungen und kann mich so ziemlich immer drauf verlassen. Auch bei Charlie hatte ich das oft. Es begann schon damit, dass ich letzte Weihnachten irgendwie dachte: "Ob Charlie nächste Weihnachten noch da ist..?". Oder dass ich ihm dieses Jahr zum Geburtstag ein Bettchen kaufen wollte, weil ich es irgendwie nicht mehr so realistisch sah, dass es noch einen Nächsten gibt und das wohl die letzte Chance sei... Und dann kam der Sommer. Ich fragte mich, wie lange es wohl mit Charlie noch geht und hatte irgendwie im Gefühl, dass es wahrscheinlich im Herbst soweit sein würde.. Je näher der Urlaub kam desto stärker wurde das Gefühl (ich weiss nicht, ob es einfach nur Angst oder doch Vorahnung war), dass es bestimmt meinen Urlaub treffen würde.

Gut, einige könnten nun sagen: "Du hast es heraufbeschworen". Ich denke nicht. Und ich bin jemand, der es nicht mag, wenn man mit gewissen Dingen "spielt". Manche Dinge sagt man einfach nicht. Ich vermute, dass ich das entweder gespürt habe oder einfach gut einschätzen konnte, es mir aber insgeheim nicht eingestehen wollte. Ich stehe auch oft mit Gott im Gespräch. Bitte Ihn, mir den Weg zu zeigen. Hinweise zu geben. Auch als es Charlie schlechter ging, fragte ich: "Gott, was soll ich tun? Sind das deine Hinweise? Warnungen, dass ich ihn lieber vor meinem Urlaub gehen lassen muss?". Da das nicht einfach irgendein Versuch ist, den man dann rückgängig machen kann, sondern endgültig ist, verspürte ich grossen Druck und Unsicherheit. Ich würde alles für meinen Kater tun, Geld und Aufwand spielt keine Rolle, aber doch wollte ich nicht, dass ihm zu viel zugemutet wird und er leiden muss - und das schlussendlich nur, weil ich nicht loslassen kann und/oder will.

In meiner Praxis berate ich oft Kunden, wenn es um so was geht. So viele fragen mich: "Wann ist der richtige Zeitpunkt?", und ich antworte, was man mich gelehrt hat, aber ich selbst nie durchmachen musste: "Das merkt man. Ihr kennt euer Tier am besten. Solange es noch Lebensqualität hat, frisst, sich versäubern kann, etc. dann kann man es sicher noch behalten". Das stimmt ja auch. Das Härteste finde ich ja auch, wenn die Tiere im Körper keine Kraft mehr haben, aber im Kopf noch so klar wären und wollen. Nun stand ich ja selbst vor dieser Frage und ich war völlig verzweifelt.
Doch warum? Warum sah meine Familie, dass Einschläfern der beste Weg sei und ich war mir noch so unsicher? Da nun einige Zeit verstrichen ist, konnte ich mir einige Gedanken machen. Ich fühlte mich extrem unter Zeitdruck gesetzt. Ich musste innerhalb wenigen Stunden bzw. Minuten entscheiden, ob mein geliebter Kater stirbt oder lebt. Und dieser Zeitdruck war doch nur da, weil ich in ein paar Stunden am Flughafen sein musste und ich wollte unter absolut keinen Umständen, dass dieser Zeitdruck mich zu einer (fatalen) Entscheidung zwängt, die ich im Nachhinein bereuen würde. Wäre das mit dem Urlaub nicht gewesen, könnte ich mir gut vorstellen, dass ich vielleicht nicht unbedingt weniger Stress aber dann wenigstens nicht in dieser geballten Ladung gehabt hätte. Denn schlussendlich lag der Entscheid bei mir und bei niemandem sonst.. Ich hätte beinahe den Flug abgesagt um mehr Zeit zu haben. Aber als ich dann sah, wie schlecht es Charlie ging und dass diverse Tierärzte, die ich aufgeboten hatte, mir keine grossen Hoffnungen oder Auswege, sondern nur eine schlechte Prognose bieten konnten (und ich von Fach selbst gut genug weiss, was man tun kann, welche Medikamente oder Wege es gibt..), musste ich mir eingestehen, dass es besser wäre, ihn gehen zu lassen und dass mich das Nicht-loslassen-wollen blockierte..

Der Anblick, wie er angestrengt atmete und nur wenige Schritte ging, weil er dann wieder sitzen und sich hinlegen musste, weil er nicht mehr konnte, tat weh.. Das hatte er nicht verdient.. Jetzt konnte er zwischendurch noch seitlich liegen, was bei einer wirklichen Atemnot nicht der Fall wäre, aber soweit müsste es gar nicht erst kommen.. Diese Panik sollte ihm erspart bleiben..
Wahrscheinlich werde ich den Moment nie vergessen, als er da auf dem Küchenboden lag und mich dann anschaute, "Mir geht's nicht gut…". Er wandte eine Weile den Blick nicht von meinen Augen ab.

Obwohl ich das alles sah und es so kommen musste.. Es war eh zu früh. Es war an dem Tag zu früh, aber das wäre es auch in 20 Jahren noch.. Mein "Pitchui". Mit ihm bin ich aufgewachsen. Ich wünschte mir, seit ich denken konnte, eine Katze und mit ihm ging dieser Wunsch in Erfüllung und ich hätte mir wirklich keinen besseren vorstellen können. Ein absoluter Goldschatz und ohne ihn fehlt mir so viel im Leben, was nie wieder aufgefüllt werden kann. Das sage ich wirklich aus tiefstem Herzen.

Gott hat wohl gewollt, dass es so kommt. Er kennt mich und weiss, dass es mir wichtig war, bei Charlie zu sein, wenn es soweit ist. Er wusste, dass Charlie es wohl nicht mehr bis nach meinem Urlaub schaffen würde und hat mich bzw. uns in diese Situation gebracht, damit wir jetzt noch handeln konnten. Seine Gesundheitslage hatte sich im August ziemlich verschlechtert - mit/durch diverse Gebrechen. Die letzte Woche war gut, Charlie frass gerne, zeigte Wohlsein und bewegte sich gut. Aber dass diese Atemnot plötzlich so deutlich wurde.. Keine Ahnung, ich habe das Gefühl, Gott zeigte mir so, dass es jetzt sein muss. Das war sein unmissverständliches Zeichen, jetzt noch was zu tun..
Im Urlaub wäre Charlie tagsüber allein gewesen. Wir konnten es zwar so richten, dass der Freund meiner Schwester nach dem Mittag direkt von der Arbeit zu uns nach Hause käme und bei Charlie bleibt, bis die Frau, die ihn und das Haus hütete, von der Arbeit kommt. Aber am Morgen wäre er trotzdem allein. Was, wenn ausgerechnet dann etwas passiert? Tod durch Ersticken ist grausam und mit grosser Panik verbunden. Die Vorstellung, dass meinem Kater so was passieren könnte, konnte ich nicht ertragen. Noch schlimmer war es, weil ich wirklich das Gefühl hatte, dass er wenn nicht heute dann in wenigen Tagen eingeschläfert werden müsste. Wofür dann warten und das Risiko aufnehmen, dass die Atemnot schlimmer wird? Oder die Epilepsie-Anfälle wieder kommen und das alles in Kombi?

Nein, es war die richtige Entscheidung.. Es war sehr hart. Es ist sehr hart.. Es tut weh und wird es noch lange. Aber ich habe alles gemacht und nie etwas unversucht gelassen. Ich war ihm eine gute Freundin und würde mich jederzeit immer wieder für ihn einsetzen und entscheiden. Niemand kann mir da jemals etwas vorwerfen, denn mein Kater war für mich immer Priorität. Wegen ihm habe ich nun den Beruf, den ich heute habe und jeder der mich kenn, weiss, wie sehr ich an diesem Kater hing und wie unmessbar viel er mir bedeutete und immer bedeuten wird. Für mich ist er mein Gold. Mein Platin..

Die Leute um mich herum versuchen mich zu trösten. Sagen mir, dass er sonst nur gelitten hätte, aber ich immer gut zu ihm war bis zum letzten Moment. Manchen fehlen aber auch die Worte. Mit dem Schmerz werde ich jedoch selbst auskommen müssen und darüber zu schreiben, hilft mir. Somit habt ihr hier eine Erklärung, warum ich über so etwas "intimes" blogge. Es hilft mir irgendwie, dem Ganzen Luft zu lassen. Es geht nicht um Aufmerksamkeit, sondern es erleichtert.. Einfach irgendwo die Worte festhalten und freizulassen, die in mir sitzen. Meinem Kater Charlie irgendwie eine Hommage zu widmen... und dass ihm somit viele eine gute Reise wünschen und an ihn denken..

Donnerstag, 12. September 2013

Portugal 2013

Urlaub, Urlaub! - wieder in Portugal! Ich freute mich schon seit einer Weile darauf, aber leider starteten die Ferien keineswegs toll… Ich hatte mir schon seit Wochen grosse Sorgen gemacht, weil ich meinen Kater für diese Zeit zurücklassen müsste. Als ob es nicht schon genug war, dass er wegen der Niereninsuffizienz reduzierteren Appetit hatte, kamen nun noch ein Bänderriss in der Pfote und eine Woche später sogar noch ein Epilepsie-Anfall dazu.. Und das 2 Wochen vor der Abreise. Das setzte mich ziemlich unter Druck, weil mir sozusagen etwas die ausreichende Zeit fehlte, um das Ganze gut abschätzen zu können. War das ein einmaliger Anfall? Würden mehr folgen? Wenn ja, dann in welchen Abständen, etc..
Leider war's dann tatsächlich so, dass Charlie noch vor meinem Urlaub erlöst werden musste.. Denn nicht mal mehr 24 Stunden vor meinem Abflug zeigte sich mit erschwerter Atmung ein Lungenödem… Die Behandlung schlug nicht an und ihn ersticken lassen, wäre so ziemlich das Letzte, was ich wollte. So musste ich die in meinem Leben härteste Entscheidung fällen.. Aber was ihm sonst noch bevorstand, hätte er nicht verdient und somit war es besser..

Dementsprechend traurig begann mein Urlaub. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, die Einträge parallel während dem Urlaub zu verfassen und regelmässig die Outfits zu fotografieren. Aber mir war absolut nicht danach.. Ich hatte einen so vollen Kopf, so demotiviert und unendlich traurig, dass ich weder Lust hatte, noch es angebracht empfand, so zu tun, als sei nichts. Ich hatte gerade meinen langjährigen Begleiter, meine "grosse Liebe" verloren. Was ich aber wusste war, dass ich ihm noch einige Blogeinträge widmen würde und somit begann ich Notizen zu verfassen. Immer wieder ein Stück, denn obwohl mir so viel durch den Kopf ging, mir fehlten trotzdem die Worte…

Aber beginnen wir mit dem Urlaub: Der Flug war super. Keine Turbulenzen und da wir schon am Morgen abflogen, hatten wir noch seeehr viel vom Tag vor uns. Wir waren in Lissabon und am nächsten Tag sollte es ja bis Ende der Woche in den Süden Portugals gehen: Algarve! Ich liebe den Strand dort. "Praia da Rocha" in Portimão. Dieser Strand ist ja oft auf Postkartenmotiven wegen den Felsen und ist im Sommer voller Touristen. Juli ist schlimm, August noch schlimmer. Ist halt die Hochsaison und am härtesten merkt man das natürlich an den Preisen. Wer also an die Strandpromenade geht: hohe Preise in den Bars und Restaurants, Clubs, an den Ständen und in den kleinen Läden dort. Wer dort Souvenirs kaufen will, langt oft tief in die Tasche. Ich hab vor x Jahren eine Koralle gekauft und die war echt teuer…

Jedenfalls ging's mal noch an den Strand "Marinha".

War echt schön und davon habe ich noch ganz viele Fotos, weil wir auf Grotten-Fahrt gingen, haha.
Das Wasser soooo schön klar.. <3

Und dann waren wir in einer riiiiesigen Grotte! Mit einem riesen Loch in der Decke.
Man realisiert eigentlich nur wie gross dieses Loch ist, wenn man die Menschen dort aufm Sand liegen sieht, haha..


Hier waren wir im Restaurant "Vô Filipe" mit der Familie essen.

Oh und nicht zu vergessen!! Mister Fixe!! (liest sich "Mr. Fish").
Das war so cool xD So kleine Fischchen, die einem die Häutchen wegknabbern oder so, haha. Später dann ein Spaziergang am Strand.

Ah, und das ist "Dame spielen am Strand".. °-°

Zurück in Lissabon machten wir einen Ausflug nur mit der U-Bahn. Man ist so gut damit verbunden in Lissabon. Man kommt mit der Metro überall hin und braucht echt kein Auto..! Wenn man eine Tageskarte löst, zahlt man nur irgendwas um die 6€ und kann 24h mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln fahren: Metro, Bus, Tram, Zug und Schiff. Also in Lissabon. Ausserdem kauft man hierbei ein spezielles Ticket. Man zahlt zwar beim ersten Mal noch 2€ drauf, aber dann hat man ein Ticket, welches aufladbar ist (also mit Streckenfahrten oder Ganztage, etc.) und 1 Jahr lang gültig ist.

Mit dem Ticket gab's dann natürlich einen Halt beim "Estadio da Luz".
Das ist das Heimstadion vom Verein Benfica Lissabon und da mussten wir als "Benficistas" hin, hehe.
Da war sogar "Vitória", der Weisskopfadler und Maskottchen/Symboltier von Benfica.

Weiter ging es dann in Richtung Belem. Wir wollten noch das Schloss von S.Jorge besuchen, aber 7,50€ zu zahlen, nur um auf die Aussichtsplattform zu gelangen, empfanden wir schon bisschen als eine üble Abhocke. Irgendwelche Touristen zahlen das wohl sogar, aber wir sind halt wieder runter und in ein Café, von dem man die gleiche Aussicht hatte, wie vom Schloss.

Der nächste Halt war endlich in der "Pastelaria de Belem". Da gibt es die für Portugal typischen "Pasteis de nata" (sing. "pastel de nata"). Das sind so Sahnetörtchen und original stammen die aus Belem. Wir sind dann in die richtige Fabrik und haben Unmengen davon verspeist.

Sehen die nicht einfach zu köstlich aus?!

Mosteiro dos Jeróimos.

Torre de Belem. Das ist ein Denkmal für all die Entdeckungen, die Portugal gemacht hat (und das waren echt viele!).


Ah und nicht zu vergessen: Ein Foto im alten Tram xD

Ein Spaziergang im Viertel "Chiado".

… und in der Metro xD

Am nächsten Tag wollten wir uns mit der Familie treffen und landeten auf einem Dorffest. Da gab es Churros..!!! Und omg, ihr wisst doch, wie sehr ich Churros liebe..! ><'
Churros / Farturas. So riesig!!! Und das ist nur ein abgebrochenes Stück davon..! Die sind ca. 30cm lang und meine Schwester fragte sich, wer das alles essen solle/könne. Später gab's dann sogar noch Schnecken.. o__o
Höhepunkt war dann das Feuerwerk. War echt schön mit anzusehen, aber wir brachten uns unter den Dächern der Stände in Sicherheit, denn…

.. da kamen manchmal solche Kugeln runter, wtf.. Und ich hab danach sogar genau an meinem Sitzplatz so eine Kugel gefunden..! ><'
Aber ja.. Da brennen 20'000€.


Wer in "Lisboa" ist und an den Stand "Costa da Caparica" fährt, der muss natürlich auch mal im Restaurant "O Barbas" essen gehen.
Seit immer gehen wir dahin. Ich erinnere mich sogar noch an die Zeiten, als das ein typisches Restaurant am Strand war, mit Holzlatten, Fischernetz an der Wand und man konnte ohne grossen "Dresscode" rein. Heute ist das ja ganz neu und man geht mit normaler Kleidung hin. Ist halt ein richtiges Restaurant und es hat daneben sogar noch eine kleine Dusche, damit man den Sand vorher von den Füssen abwaschen kann. Ausserdem sind es nun fünf Restaurants, aber wir gehen immer in die Kathedrale ("A Catedral"). "Barbas" ist der Besitzer/Gründer und bekannt durch seinen dicken, schwarzen Bart (daher sein Spitzname Barbas, der "Bart" bedeutet) - und seine Liebe zu Benfica xD Daher ist dort alles rot (Farbe des Clubs). Ich glaube, ich habe in meinem Post zum Urlaub letztes Jahr auch schon darüber geschrieben.
Dieses Jahr war mir nach Seezungen-Filet |3

Und das war noch die Vorspeise. Muscheln.. *yummy*

Am Abend sahen wir noch meine Tante auftreten. Sie singt "Fado" (ein portugiesischer Gesang mit viel Gefühl, etc.).

me.
... mit meiner Schwesterin in Coimbra.

Von dort aus fuhren wir zu den Ruinen von Conímbriga. Das sind uralte Ruinen einer ehemals römischen Stadt. Ich finde so Sachen extrem interessant! Echt faszinieren, was man sich da zum Teil schon überlegte. Ich würde ja sagen, in 1000 oder 2000 Jahren werden unsere Nachfahren auch so erstaunt sein und unsere Ruinen besuchen, aber ich bezweifle, dass es bis dahin diese Welt noch gibt.. -.-'
Jedenfalls gibt es hierzu vielleicht noch einen eigenen Eintrag.

Es war natürlich nicht genug. Denn am Tag darauf besuchten wir die Grotten von Mira de Aire. Das ist echt faszinierend..!
Ich staune so sehr über die Natur. Wie komplex das alles ist, aber so wunderbar aufgeht. Wie einstudiert. Der liebe Gott hat echt absolute Top-Glanzleistung erbracht! So gut, dass man es gar nicht ermessen kann. Einfach nur wunderschön. Ich schätze, dazu poste ich sicher einen separaten Blogeintrag, denn ich hab ganz viele tolle Fotos von diesem Ausflug!

Da sich die ganze Familie die offiziellen Portugal-Trikotshirts gekauft hatte, sind wir sogar an dem Abend, als Portugal gegen Nordirland 4:2 gewann, alle in diesen Shirts auswärts essen gegangen.

... Da leider kaum wer selber Fotos macht (Tania übernimmt das ja.. jaja..!), bin ich praktisch gar nicht existent im Urlaubsalbum, weil ich selten darauf erscheine. Ausser am Strand. Da habe ich mit meinem Vater eine kleine "Photo-Session" gemacht und da sind ein paar gute Bilder rausgekommen!
Zu dem Zeitpunkt war meine Schwester bereits schon zurückgeflogen wegen ihres Studiums. Sonst machte ja sie immer die Fotos von mir - wenn's dazu kommt.

Während mein Vater einige Dinge mit meiner Grossmutter zu erledigen hatte, gingen meine Mutter und ich einfach shoppen xD Ich hab dieses Jahr sooo viel Geld dort ausgegeben... Dazu gibt's wohl einen separaten Urlaubs-Haul °-°
Und dann war der Familien-Urlaub auch so ziemlich vorbei. Ich würde sagen, es war der Letzte.

Der Rückflug war soweit gut. Ich konnte sogar durch den "Green Way" xD Keine Ahnung wieso, aber der Ticketkontrolleur dort rief mich herbei und so kam ich auch super schnell an die Personen- und Handgepäckkontrolle.

Das wars dann wohl! xoxo, bis bald!